123 Kommentare zu Dies und Das – die katalonische Granate [Update]


 Kommentar (25352) von kvsriu am 2. Oktober 2017 um 6:43

Zu den Gewaltausbrüchen in Katalonien: Da sieht man mal, welche Funktion und welche Wirkung die „kleinen grünen Männchen“ 2014 auf der Krim hatten.

 Kommentar (25355) von Russophilus am 2. Oktober 2017 um 7:01

… die allerdings, auf der richtigen Seite, nämlich schützend vorm Volk standen und ihren Job auch beherrschten…

Was man aber auch sehen muss: Was machst du denn als spanischer Prügelbulle fürs Grobe, wenn du ausser grob sein und zuschlagen nicht viel gelernt hast und die Arbeitslosigkeit im Land weit jenseits von Gut und Böse ist?

Klar ist es mies ohnegleichen, was die da getrieben haben, nur kann ich für die Bullen-Prügelviecher noch ein gewisses Verständnis aufbringen; Vom richtigen Handeln reden ist leicht, es aber zu tun, wenn einem das eine fast sichere Eintrittskarte in die Arbeitslosigkeit und Armut bringt, ist eine andere und eine, die die allermeisten verständlicherweise nicht bringen.

Die wirklichen Verbrecher sind die, die die Bullen zum Prügeln losschicken (und sie vorher eh schon entsprechend abgerichtet und gegens Volk eingenordet haben).

 Kommentar (25367) von The Reds am 2. Oktober 2017 um 9:11

@ Russophilus
Die Feuerwehr (entspricht Ihrem Beispiel Müllabfuhr in diesem Fall) stellte sich in Katalonien vor die Bevölkerung gegen die spanische Polizei und wurde von schließlich von dieser angegriffen.
Was die Mossos betrifft:
„Die Regionalpolizei hat sich zum Teil inzwischen auch eingemischt, allerdings nicht um Wahlurnen zu beschlagnahmen, sondern um ihre Bevölkerung zu schützen und die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Das ist die Aufgabe der Mossos. Gegen sie wird nun ermittelt.“

https://www.heise.de/tp/features/Spanische-Regierung-ist-an-Kataloniens-Buergern-gescheitert-3848216.html

 Kommentar (25400) von Pushek am 2. Oktober 2017 um 16:07

Richtig. Es ist sehr billig, sich über die Ausführenden, also die Polizisten, auszulassen. Die wahren Schuldigen sind die Befehlsgebenden.

 Kommentar (25361) von firenzass am 2. Oktober 2017 um 7:46

Gruppen suchen regelmaessig da ihr Heil in der Sezession, wo diese sich in einem Gemeinwesen nicht mehr hinreichend vertreten fuehlen. Das ist dann der Fall, wenn fremde Anteile das Eigene ueberlagern, verdraengen und „FREMD“bestimmen.
So fordert die Sezession immer eine Rueckbesinnung auf das Eigene und positioniert sich gegen das Fremde.
Ein Volk, das gegen Fremdes aufbegehrt ist darum immer national und patriotisch eingestimmt. Eine politische Bewegung, die dieser Stimmung Ausdruck verleiht ist daher politisch zwingend rechts. Es kann nicht anders sein.
Nichts davon trifft auf die Situation in Katalonien zu.
Die Katalonen moechten sich, ja, von Madrid losloesen……um sich nach erfolgter Sezession sofort Bruessel an den Hals zu schmeissen. Vor allen Dingen bewerben und leben die Sezessionisten eine Willkommenkultur, die schon heute dazu gefuehrt hat, dass sich 100TSDe Orientalen in Barcelon+Umland draengen. Von Verteidigung des Eigenen und Zuruckdraengen des Fremden kann hier also keine Rede sein. Die Bestrebungen gehen nicht in Richtung Erhalt sondern in Richtung Aufloesung des Eigenen. Sie sind internationalistisch und links.———–
Wenn nun Madrid wohl durch und durch korrupt sein mag=neoliberal, wie eben auch Barcelona- und bestimmt viele Player in Madrid insgeheim darauf hoffen, dass sich die Katalanen durchsetzen moegen-gilt doch bis heute, dass in Madrid keine je den Mut aufbrachte, die Einheit der Nation die Toilette runterzuspuelen. Die Angst vor der eigenen Courage hinderte die Madrider Politik bis heute daran, Spanien im Auftrag fremder Herren zu zerschlagen. Was sich auch darin ausdrueckt, dass eine kluge spanische Politik dafuer Sorge trug, die Migrationsstroeme moeglichst um Spanien herumzuleiten.
Zum Schluss noch ein kleiner Abstecher in die Geschichte:
Katalonien diente gewissen Spezialisten und Internationalisten schon einmal als Einfalltor. Der Terror der linken Brigaden im spanischen Buergerkrieg war beispiellos und stand den Untaten der Trotzkitruppen in Russland in Nichts nach.
Eine der linken Ikonen im spanischen Buergerkrieg war eine als La Passionaria zu Ruhm gelangte spanische Kommunistin, die, als sich die FrancoTruppen Madrid naehrten dazu aufrief, dass die gesamte Bevoelkerung sich im Widerstand organisieren moege: Frauen und Kinder sollten im Zweifel von den Fenstern
siedendes Pech auf die FrancoSoldaten hinab auskippen, usw.
Fuer Franco stellte sich hier das Dilemma, dass seine einem rueckwaertsgewandten Ehrenkodex verhafteten Offiziere fuer einen kampf gegen die sogenannte Zivilbevoelkerung nicht zu gebrauchen war. Darum liess Franco die Moros aus Marocco einfliegen, die die Sache dann auf ihre Art loesten.
Heute ist es genau umgekehrt. Die Katalanen lassen die Moros einfliegen, undzwar millionenfach. Das ist unverzeihlich und damit haben sich die Katalanen aus dem Verein der zivilisierten Voelker verabschiedet. Ende!
Der Vergleich von Katalonien mit der Krim ist schraeg.
Richtig waere es, die Vorgaenge in Katalonien mit der Farbrevolution in Kiev zu vergleichen.
Andersrum musste man die Sezession der Krim mit dem Abfall des Kosovo in ein Verhaeltnis setzen. Wobei dieser Vergleich zugunsten der wahren Sezession der Krim von Ukraine ausfallen wuerde.

 Kommentar (25365) von Grad am 2. Oktober 2017 um 8:54

Ich kann nicht glauben daß hier jemand Partei ergreift für den Faschisten, Putschisten und Hitlerfreund Franco…

 Kommentar (25366) von The Reds am 2. Oktober 2017 um 8:57

@ firenzass
„Darum liess Franco die Moros aus Marocco einfliegen, die die Sache dann auf ihre Art loesten.“
O dio mio, auf welcher Seite steht denn dass Ass?
Ursache und Wirkung sollte nicht vertauscht werden.
Wer nennt wen „Terroristen“?

 Kommentar (25373) von Herbert am 2. Oktober 2017 um 10:13

Danke!!!! für den aufklärenden Kommentar.
Mir scheint mittlerweile die meisten sind bereits erfolgreich gehirngewaschen!

Das ist keine Kritik hier an die Foristen.
Es ist eine allgemeine Beobachten

 Kommentar (25362) von Moho am 2. Oktober 2017 um 8:03

***Und was wir auch gesehen haben, ist ein Beispiel dafür, dass selbst das Kompromissangebot der Nationalstaatlichkeit nicht tragfähig ist; auch die Nationalstaaten sind oft bereits zu große und nicht mehr menschengerechte Konstrukte. ***

Und wie sieht es da mit Russland aus, dem groessten Nationalvielvoelkerstaat auf dieser Welt?

 Kommentar (25363) von Russophilus am 2. Oktober 2017 um 8:34

Das sollte doch offensichtlich sein. Sogar Ihre Frage beinhaltet es bereits: Russland ist ein weitgehend natürlich gewachsener Vielvölkerstaat, der den diversen Gruppen eine durchaus hohe Autonomie belässt und zudem integriert. Nanzen z.B. wirken in so ziemlich jeder Hinsicht unterschiedlich von z.B. Russen aus Smolensk – und doch würden beide sagen „Ich bin Russe“ und zwar überzeugt, zufrieden und aus dem Herzen.

 Kommentar (25377) von Leberfleck am 2. Oktober 2017 um 11:43

@Russophilus
Ähnlich war das doch auch im deutschen Kaiserreich. Das Bild dieses Staates ist bei vielen immer noch vermischt mit einer Art 3. Reich und einem totalitär herrschendem deutschen Kaiser.
Nichts könnte weiter entfernt sein von der damaligen Realität.
Tatsächlich gab es im Kaiserreich nicht einmal eine gemeinsame Staatsbürgerschaft. Man war Preussischer oder Württembergischer Staatsbürger (oder ein anderer der 25 Bundesstaaten), aber Deutscher war man nur dem Zugehörigkeitsgefühl nach. Sogar das hat funktioniert. Preusse als Staatsangehöriger und Deutscher als Volksangehöriger – so kann das funktionieren.
Die stärkste Einheit der damaligen staatlichen Struktur waren die Gemeinden. So ist die jetzige Bewegung etlicher Bürgermeister zu sehen, die für ihre Gemeinde einen Friedensvertrag schließen wollen. Klingt schräg, aber man sollte nichts unversucht lassen. Hierzu gehört auch das Thema Gemeindereaktivierung. Wenn die Voraussetzungen stimmen, kann eine Gemeinde tatsächlich den Rechtsstand des deutschen Reiches wieder aufleben lassen – und zwar nicht des 3. Reiches von Hitler sondern des Kaiserreiches. Wobei ich überzeugt bin davon, dass man dabei (auf ganz Deutschland übertragen) immer noch die Wahl hätte, eine gewählte und nicht eine monarchistische Regierung zu haben.

Fazit für mich:
Ich stimme Russophilus zu – es gibt nur eine zukunftsfähige Lösung – die Macht von Oben nach Unten umzuverteilen. Die gigantomanischen Stukturen sind lebensfeindlich. Kooperation ist lebensförderlich.
Bestes Beispiel dafür im Kleinsten -> die Mitochondrien. Aus Konkurrenten um Lebensraum wurden Partner von allen lebendigen Strukturen.
Das Modell einer konkurrenzgesteuerten blind evolutionären Natur ist ein Konstrukt des Systems – Darwins Vater war meines Wissens ein Freimaurer.
Qui bono – wer profitiert davon, wenn wir alle glauben, wir müssten uns gegenseitig vom Trog wegstoßen?
Teile und herrsche bis in die Familien hinein, das ist das Erfolgsrezept der Mächte, die uns beherrschen wollen. Der einzige Weg kann meiner Meinung nach der sein, die kleinsten Einheiten stark zu machen und die größten zu entmachten. Alles andere wird sich im Laufe der Zeit zwangsläufig zum Faschismus entwickeln.

 Kommentar (25392) von The Reds am 2. Oktober 2017 um 14:06

@Leberfleck
Gebildete Ausdrucksweise sollte stimmen:
„cui bono“ heißt das…

 Kommentar (25364) von sloga am 2. Oktober 2017 um 8:43

Also ich denke – wieder einmal – laut nach:

Die Multipolaren wollen offensichtlich die eu nicht in der heutigen Form und Fassung. Um sie (einfach) zu Fall zu bringen, sollte ein eher „größeres Stück heraus gebrochen werden“ (alles andere macht wenig Sinn).

FR wäre aus vielerlei Hinsicht (Stichworte: Entente (vergessen wir die brits; die waren damals auch nicht unbedingt „bei der Sache“ …); nuklear „gut bestückt“ (was primär keine große Rolle spielt; allerdings: immer besser sowas als Freund/Verbündeten, als als Feind zu haben …); bei aller -zweifellos vorhandenen – Unterwürfigkeit, doch immer einen Drang/Hang zu „einem eigenen Weg gehen wollen“ habend etc.) mMn ideal.

Sollte die nationale FR-Elite sich mit den Multipolaren geeinigt haben (was schon längst geschehen sein könnte; im Grunde genommen, bereits „Vergangenheit ist, die wir erst erleben werden“), dann macht auch Katalonien Sinn.

Nun ein Ausflug in die reale Welt: Was geschieht, wenn sich eine Gruppe mit einer anderen auseinander setzen möchte, wobei sich der Anführer noch Spielraum lassen möchte (für etwaige, spätere „Gespräche“)? Er schickt den „kleinen Schwachen“ vor, der den Streit anzetteln soll (die Gruppe eilt dem Kleinen zu Hilfe etc.).

Ich könnte mir vorstellen, dass FR (selbstverständlich unter Aufsicht der Multipolaren; FR hat hier nichts zu melden) den Katalonen folgendes gesagt hat:

„Wir werden in Zukunft für euch da sein (als Schutzmacht; Anerkennung der Eigenstaatlichkeit; was auch immer …). Ihr müsst nur in Vorschuld gehen; zeigen, dass ihr es mit der Unabhängigkeit ernst meint. Wir können euch nur helfen, wenn ihr die Scheidungspapiere eingereicht habt. Aber bitte nicht „zu dolle“; provoziert euren – für euch – übermächtigen Partner vorab nicht. Die Zeit ist noch nicht reif …

Weiters stellen wir in Aussicht, dass ihr euch in ferner Zukunft mit den FR-Katalanen zusammenschließen könnt; denn wir wollen der ganzen Welt zeigen; wie viel uns nationale Eigenständigkeit wert ist (Anmk: FR würde (freiwillig!) „einen Scheiß in Aussicht stellen“; jedoch können die Multipolaren FR dahingehend „höflichst gebeten haben“; wer in der Sackgasse eu festsitzt, ist zu vielen Zugeständnissen bereit).“

Spanien wird darüber „not amused“ sein. Nur. Was kann es – FR (unmittelbar vor Ort) und den Multipolaren (im Hintergrund) – großartiges entgegensetzen?

Vielleicht kommt es ja doch noch zum zionistenpack-eunutten-Projekt: „Europa der Regionen“? … allerdings in eine gaaaanz, ganz andere Richtung laufend …

Wie gesagt … nur so … ein paar Gedanken …

 Kommentar (25368) von Wu Ming am 2. Oktober 2017 um 9:20

Lustigerweise ist das Subsedaritätsprinzip (wurde wahrscheinlich von den Deutschen mit eingebracht) auch in der eu verankert. Es darf nur nicht gelebt werden. Von unten nach oben – so war auch einst das Kaiserreich organisiert. Mit autarken Bundesstaaten, Gemeinden, Familien… Ein erfolgreiches Modell bis die zios es mit krieg übersähten….

 Kommentar (25370) von Oberbayer am 2. Oktober 2017 um 9:39

Der „Westen“ zeigt sein wahres Gesicht.
Erst wurde Jugoslavien von den „Europäern“ zig mal geteilt.
Dann wurde Serbien von der NATO 100 Tage bombardiert, z.T. mit Geschossen aus abgereichertem Uran (ein Kriegsverbrechen).
Und nun, da in einem Kernland der EU „Separatisten“ tätig werden-das geht dann aber gar nicht.
Verlogene EU !!!

 Kommentar (25371) von The Reds am 2. Oktober 2017 um 9:51

und der mischt überall auf:

Die Open Society Stiftungsinitiative für Europa von George Soros finanzierte in 2014 Organisationen die für die Unabhängigkeit Kataloniens kämpfen, hat La Vanguardia letztes Jahr enthüllt.

http://www.voltairenet.org/article198105.html

 Kommentar (25482) von Ekstroem am 3. Oktober 2017 um 14:56

Werter @ The Reds, „in 2014“ ist No go.
Auf Deutsch: Der Ausdruck “in 2014” ist eine sprachliche Disziplinlosigkeit.
„Im Jahr 2014“ sind zwar vier Buchstaben mehr, doch die Mühe lohnt sich. Bitte versteh´n Sie das nicht als Schulmeisterei. Die Wichtigkeit der deutschen Sprache für uns Deutsche bewußt zu machen, liegt mir am Herzen.
Deutsche Kultur ist zuallererst deutsche Sprache. Beides gehört untrennbar zusammen. Deshalb enteignet der angelsächische Gegner seit 1945 das deutsche Volk schrittweise. Er stiehlt ihm die deutsche Sprache und versucht damit, die deutsche Kultur zu zerstören.

Wenn sich nichts ändert, haben sie das in 2025 geschafft. „Aber wir haben doch Vertrag.“ Der Einwand wird nichts nutzen. „Du gehst jetzt Keller“, wird die Antwort sein.

 Kommentar (25522) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 4:02

Nur am Rande: Die vier Buchstaben mehr sind nicht mal nötig. Das „in“ wegzulassen reicht völlig. Beispiel „Wir werden das etwa 2025 abschließen“ oder „das haben wir schon 1972 so gemacht“.

 Kommentar (25372) von TaxiMan am 2. Oktober 2017 um 10:05

Schön das zu sehen. Gerne mehr solcher Referenden in den ehemaligen Kolonialstaaten – allen voran Britannien. Das in Scherben zerschlagen zu sehen wäre eine große Genugtuung.

Apropos IT winterfest machen: Russland versorgt Nordkorea neuerdings mit einer zusätzlichen Anbindung ans Internet (bisher ging einzig über eine Leitung nach China). Jaja – Schurkenstaaten vernetzen sich halt gern untereinander…

https://twitter.com/nktpnd/status/914703276049883136 (engl.)

 Kommentar (25375) von R.B. am 2. Oktober 2017 um 11:07

@TaxiMan
…der letzte Satz war ironisch gemeint…denke ich mal….
wobei sich RF angeboten hat auf NK mäßigend einzuwirken….auch wirtschaftlich und das dann auf SK durchstechen zu lassen….
die amiangebote an NK bekommen zZ die nackte Schulter…

 Kommentar (25381) von TaxiMan am 2. Oktober 2017 um 11:52

@R.B. Ja allerdings, wobei was heißt „mäßigend“ – das ist ein rein amerikanisches Problem (wir alle wissen warum NK Atomwaffen hat und wen sie abwehren). Man hörte ja vor einiger Zeit schon von einem russischen Plan mit Hand und Fuß um den Konflikt diplomatisch beizulegen und ich denke, da läuft momentan gewaltig was hinter den Kulissen wenn man mal von Trumps clownesken Tweets absieht. Andererseits fällt es mir immer schwerer, die Amis als Einheit oder gar als rationalen Akteur zu sehen. Im Zweifel zählt ob man seine Faust ballen kann und das scheinen die Koreaner drauf zu haben.

 Kommentar (25380) von Russophilus am 2. Oktober 2017 um 11:51

=== WICHTIG – In eigener Sache ===

Die Lösung ist fertig. Die derzeitige Version betrifft das Vorgänger Dies und Das (Zusammenbruch), aber ich stelle es hier ein, eben weil ja das andere schon zu groß und für manche nicht ladbar ist:

Folgende links stehen ab sofort zur Verfügung:

Dies und Das Zusammenbruch – Nur der Artikel (ohne Kommentare)
Dies und Das Zusammenbruch – Artikel PDF
Dies und Das Zusammenbruch – Komplett (Artikel und Kommentare p7zip
Dies und Das Zusammenbruch – Komplett (Artikel und Kommentare html
Dies und Das Zusammenbruch – Komplett (Artikel und Kommentare PDF
Dies und Das Zusammenbruch – Nur Kommentare p7zip
Dies und Das Zusammenbruch – Nur Kommentare html
Dies und Das Zusammenbruch – Nur Kommentare PDF

Hierbei gilt Folgendes (analog auch für künftige Artikel und Kommentare):

Es gibt jeweils 3 Versionen, nämlich nur der Artikel, nur die Kommentare und beides. Letzteres kann insofern hilfreich sein, als es auf einem anderen server (mit anderem Netzwerk) liegt und „gestript“, also erheblich kleiner ist als die Webversion hier auf der Seite.

Diese 3 Versionen wiederum gibt es als html (für den Browser), als PDF sowie als besonders kleine komprimierte p7zip Version (Inhalt: die html Version).

Die Dateinamen sind dabei so gewählt, dass daraus die Versions-Zeit ersichtlich ist. So können Leser mit Problemen z.B. 1 mal die Kombi-Version holen und später dann nur die Kommentare in der jeweils neuesten Version-

p7zip ist sowas ähnliches wie zip, nur erheblich besser. Das gibt es für so ziemlich alle Systeme (Windows, Linux, usw.) und es ist open source und leicht zu bedienen. Näheres und Download bei p7zip Seite

Kurz noch zu Eurer Grob-Einschätzung folgende ca. Größenangaben für die obigen links zum „Zusammenbruch“ thread (Stand: heute morgen):

Diese Version hier (auf unserem normalen server hier): ca 1 MB (1024 KB)
Kombiversion html: ca. 545 KB
Kombiversion html, komprimiert (p7zip): ca. 150 KB
Kombiversion PDF: ca. 710 KB

Eine komprimierte Version vom PDF gibt’s nicht, weil sie nicht viel kleiner ist und also wenig bringt.

Schaut’s euch an und viel Vergnügen für die, die sonst Schwierigkeiten haben. – Euer Igor

 Kommentar (25389) von Ausnahmsweise am 2. Oktober 2017 um 13:52

@Russophilus- zuerst Danke für die Mühe, auch wenn ich (noch?)nicht weiß, wie es hilft.

Ich habe ja mit Mengen und Geschwindigkeiten kein Problem (nicht mal der Drucker- der schafft im sparsameren „Entwurf“- Modus die 50 Seiten durchaus in einer Minute) wenn nur der „SERVER auf meine Verbindungsversuche reagiert“. Seit ich nämlich geschrieben habe, hat es jedes mal funktioniert und ich schaue ja mehrmals am Tag nach. Aber keine Ahnung warum.

Aber sonst: langes „Warten auf Vineyardsaker..“(wobei ich dann schon meist eine andere Seite aufmachte) dann „Seite kann nicht angezeigt werden“ und dann gelegentlich die Problemsuche mit der bekannten , fast schon üblichen Antwort .

Nur : der Kasten ist relativ leistungsstark, die Verbindung über ein HiLink- Modem (welches seit Kaspersky 2017 zwar verbindet, selbst aber trotz Telekom- Technikerhilfe auch „Seite kann nicht angezeigt werden“ erntet-das aber immer), Sendemasten, Standort immer gleich– Jetzt geht’s (heute schon das 4.mal- meist schaue ich ja morgens, wenn ich für Quackies und Katzenschichtwechsel aufstehe, nach ob Sie schon schlafen gegangen sind).

Der Aufbau der Seite ist ja entgegenkommend, dass ich ohne Verzögerungen drüber“glühen“ kann.

Wenn ich- ja wenn ich erstmals hier bin

mfg
vom Bergvolk

 Kommentar (25383) von Piscopo am 2. Oktober 2017 um 12:06

@Russophilus

Besten Dank wieder einmal für das Beleuchten einer Angelegenheit, in der ich zugegebenermaßen noch keinen rechten Durchblick gewinnen konnte.

Ich finde es besonders heikel, dazu Position zu beziehen, denn es geht ja nicht nur um die (vordergründige) Selbstbestimmung gegen die spanische Obrigkeit, was ja zu begrüßen wäre. Auch das Potential, dass das EU-Konstrukt dadurch (auch für die letzten Dummen erkennbar) deutliche Risse bekommt und Fliehkräfte (auch für andere Regionen) produziert, um das Scheitern auch amtlich zu machen, wäre m.E. zu begrüßen.

Dann aber höre ich, dass die Katalonen in die NATO wollen, eine tiefere Integration ins EU-Projekt, Migrantenwelcome praktizieren wollen und zudem noch von einer Soros-Open-Society-Klitsche unterstützt werden – dann weiß ich nicht, ob Gründe fürs Frohlocken gegeben sind, wenn das Ding im Sinn der Katalanen mal durch sein sollte.

Die Dinge sind wieder einmal nicht so einfach ins Schema schwarz-weiß einzuordnen.

 Kommentar (25384) von Voltaire am 2. Oktober 2017 um 12:17

Georg SOROS (Farbenrevoluzzer+Spekulant) und Agent der City sponserte durch seine private NGO – die Abspaltung Kataloniens

Das Ziel ist die Abschaffung der souveränen Staaten und Grenzen als Völkerrechtssubjekte souveräner Völker und Etablierung des feudale „admirals law“ dh. See-&Handelsrecht als NWO

Die Open Society Stiftungsinitiative für Europa von George Soros finanzierte in 2014 Organisationen die für die Unabhängigkeit Kataloniens kämpfen, hat La Vanguardia letztes Jahr enthüllt.

Nach internen Dokumenten bezahlte sie:
– $ 27049 dem Consell de Diplomàcia Pública de Catalunya (Kataloniens öffentlicher Diplomatie-Rat); ein Organismus von der Generalitat von Katalonien kreiert und mit privaten Partnern;
– $ 24 973 dem Zentrum d’Informació i Documentació Internacionals in Barcelona (CIDOB – Barcelona internationales Dokumentations- und Informationszentrum), eine separatistische Denkfabrik.

Der CIDOB spielt die Rolle des Vor-Ministers für Auswärtige Angelegenheiten der Generalitat von Katalonien. Er verteidigt in allen Dingen die gleichen Gesichtspunkte wie Hillary Clinton.

PS: Die gleiche anglo-zionistische Strategie zusammen mit dem Barzani-Clan und Mossad-Israel in Kurdistan um die Seidenstraße und Aussöhnung von Türkei,Irak, Iran, Syrien zu blockieren und die CHAOSZONE im Rimland aufrechtzuerhalten … Divide et impera … follow the money !

Q: http://www.voltairenet.org/article198105.html
http://www.voltairenet.org/local/cache-vignettes/L400xH283/Voltairenet-org_-_1_2_-27-f015e.jpg
http://www.voltairenet.org/article198053.html

 Kommentar (25385) von Russophilus am 2. Oktober 2017 um 12:26

Ohne etwa die Rolle des Verbrechers soros klein machen zu wollen: Einige zehntausend $ sind so gut wie nichts in solchen Zusammenhängen.

Sorry, aber man kann nicht alles, in dem irgendwie soros Geld steckt zu einem soros Komplott erklären.

Und nochmal, um Missverständnisse zu vermeiden: Ich beziehe selbst für keine der beiden Seiten Position. Insofern der Eindruck entsteht, so liegt das daran, dass diesmal nunmal die Katalonier die Opfer und die spanier die wirklich üblen Täter waren.

 Kommentar (25495) von Bilito am 3. Oktober 2017 um 18:20

@russophilus
Sicherlich kann ich für mich nicht in Anspruch nehmen, die Motive eines jeden Einwohners Kataloniens zu kennen. Auf beiden Seiten der Barrikade, d.h. in Madrid und Barcelona, stehen jedoch eingefleischte und altbekannte Marionetten der Finanzglobalisten, die unter üblichen Bedingungen dem Prinzip „Getrennt marschieren, vereint schlagen“ folgen sollten und nicht wirklich gegeneinander antreten dürften. Sicherlich könnte man anführen, dass der Zank um die Autonomie zwar nicht im Sinne der Globalisten sei, diese sich jedoch, als der Streit entbrannte, flugs an dessen Spitze gesetzt hätten, um die Situation kontrollieren zu können.
Was aber, wenn es sich im moltkeschen Sinne tatsächlich um eine Zangenbewegung handelte, wem könnte diese gelten? Dies wäre doch wohl am ehesten die in Spanien in letzter Zeit erheblich erstarkte Front der EU-/Euro-Austrittsbefürworter. Dieses Thema ist aber nun vorläufig vom Tisch, Rest-Spanien starrt gebannt nach Katalonien und man übt sich auf beiden Seiten darin den Untergang der Zivilisation herbeizureden, wenn der Gegenseite auch nur ein Fußbreit an Konzession gewährt würde. Ergo, der Druck der Straße hat ein Ventil gefunden, dass den Zielen der Globalisten durchaus förderlich ist. Es lenkt von Unerwünschtem (EU-Demontage)ab und selbst im Falle einer Trennung wäre niemand, weder in Madrid noch in Barcelona, in der Lage, das EU-System in Frage zu stellen, trotz Arbeitslosigkeit, Armut und Verfall.
Nebenbei hätte man noch eine deutliche Drohung an die Adresse trennungswilliger EU-Staaten ausgesprochen, dass diese sich ihrer Staatsgrenzen alles andere als sicher sein können, da überall der Keim des Separatismus auf seine Aktivierung von außen wartet.

 Kommentar (25386) von лис пустыни am 2. Oktober 2017 um 12:59

Tja, das „alte Spanien“ ist spätestens am gestrigen Tage als solches untergegangen. Es ist eigentlich vollkommen egal, was sie jetzt tun, und wie immer auch sie versuchen, Katalonien zu fesseln, diesen Krieg haben sie verloren.
Ob dieser Ausgang allerdings für uns alle so positiv ist, ist die zweite Frage. Um diese zu beantworten, ist es allerdings noch zu früh. Wie diverse Kommentatoren hier schon festgestellt haben, auch die „separatistas“ sind hier wahrscheinlich nicht die Guten.
Ich war öfter schon in Barcelona, ist zwar schon einige Jahre her, aber der katalanische Nationalismus ist nicht unbedingt ein positiver.
Warten wir ‚mal ab, wie die Dinge in den kommenden Tagen Fahrt aufnehmen…

 Kommentar (25387) von helmutkönig am 2. Oktober 2017 um 13:09

Als SIE so um 1500 unserer derzeitigen so genannten Zeitordnung, möglicherweise oder auch auch sehr wahrscheinlich in Spanien, antraten, um die UNTERJOCHUNG der Völker dieser einen Welt in Gang zu bringen, ahnte wohl noch niemand, daß ihre Herrschaft 500Jahre dauern würde und abermillionen (!) Menschenleben kosten würde.

Am Beispiel Kataloniens haben Sie, verehrter @Russophilus , den Dorfbewohnern verklickert, auf welche Weise nun das Reich des Bösen sich dem Ende nähert. @Mohos Frage zeigt aber auch, wie viele viele Mißverständnisse noch aus dem Weg geräumt werden müssen

 Kommentar (25388) von Russophilus am 2. Oktober 2017 um 13:14

Nur mal nebenbei angemerkt:

In und/oder um irgendein Spielcasino in las vegas liegen um die 50 tote amis. Schießerei; ist ja üblich dort.
Immerhin: Ein von anderen amis gekillter ami ist einer, der nicht mehr wer weiss wo in der Welt Unschuldige massakriert.

Ob man den/die wohl mal in den Bundestag einladen sollte, den/die schießwütigen Schützen?

 Kommentar (25395) von Robert NS CA am 2. Oktober 2017 um 14:51

ungeachtet der Tragödie ? Show? Informationen? werden Beobachter eines in der Verbreitung und Aufarbeitung zur Kenntnis nehmen:

Schema F nach Drehbuch ???

Menschenmasse
ein gehirngewaschener Cowboy mit Schießeisen
Hotel…32. nicht 33. nein, 32zigsten Stock hmmm wer ballert von einer location ohne Fluchtplan!!
Quersumme 5 Zufall?
Shock&Awer
Ordo ab Chao mit lookdown, shutdown private Ordnungsmacht mit gesamter quiquiqui-Flotte auf Achse
Machtdemonstration
Täter gestellt, wie immer, ratzfatz und…….
wieder erschossen, von allen Seiten?
Trug sicherlich eine Safety-First Weste, die mit dem reflektierendem X auf dem Rücken.
Identität binnen Minuten festgestellt, pssst, wir sagen aber nicht wers war. Eh egal, es war ab der Geburt eine für tot erklärter Mensch, der als Strohmann-Person, Handelrechtliche Sache, einen enormes KAPITAL-Verbrechen begangen hat. Insgesamt 120 schwerwiegende Kosten-Geschäftsfälle einschließlich Einsatzkosten, die von den privaten Einsatzkräften den Folks in Rechnung(tax) gestellt wird, der Verlust für entgagene Gewinne in Las Vegas gar nicht eingeschätzt…Greift jetzt CETA oder Nafta oder NAU, wo die Stadt und betroffenen veranstalter ihre Verluste und entgangene Gewinne reklamieren?? Bin irritiert bei so viel nichtigen Vertragswirrwar, warum? Nun, es herrscht ihr Krieg, der anglo-amerikanos-Imperialistischer Weltkrieg auf zwei Ebenen. Nord-gegen Südstaaten und sowieso gegen den Rest der Welt unter dem Royal admirality Law, Land&Sea unter dem kanonischen Recht von Papas Konzern. Uhps.
Mediale sorgfältige Aufarbeitung – Feststellung eines Terror zu verurteilenden Gewaltakts – aus welcher Schublade der Täter, nun sogar noch mit Anhang, kommt, auch das werden die Medienkonsumenten noch eingeimpft bekomme.
Mediale Heroisierung der Einsatzkräfte für ihren selbstjustizitäre Erledigung der Show. Aufklärung und Hintergrund sowie Beweggrund der Person seiner Attacke? Nein, nicht gewollt, was folgt:
es gibt NUR die vorproduzierte einseitige Darstellung und Sichtweise der Ordnungsmacht und den gebrieften Medien. Verteidigung grundsätzlich ausgeschlossen.

Hurra, es lebe die Menschenrechte, Menschenrechte? Was ist das denn…schon lange abgeschafft, es herrscht die Anarchie und private Unternehmens Polizeigewalt. Keine Anklage, keine Verteidigung auf ihrem Schiff, man hält sich das Deck sauber, keine juristische Aufarbeitung mit gerechtem Urteil, weil dies absolut von der US-Administration, die wahre bedeutung von USA, since 1776, weltweit nicht gewollt wird. Warum wohl?

Fazit: Also doch: Schema F, Mission accomplished, Farcegebookte Twistschers Donald Trump sicherlich schon gepostet, wie abscheulich so was ist und n o c h mehr private schwer bewaffnete Einsatzkräfte, also Milizen und FEMA /DHS hier „notwendig“ wird, um die Americans in ihrer Spielstadt besser zu beschützen und kontrollieren zu müssen…….

Passt irgendwie, was im Augenblick in den unliebsamen Südstaaten so läuft, erst Corpus Christi und nun Americans Liebling ss pielplatz, wie war das mit so nem H o l y Wood Streifen, wo durch Naturgewalt die Stadt im Erdboden versinkt? Game over. Wer führte Regie? Wer schrieb das Drehbuch zum heutigen Drama? Statisten und Schauspieler kamen aus welcher Firma? CrimeCast? Und wieder mit menschlichen Kollateralschaden..Sorry about that…Chief!!

Eines Tages werden wir auch dies in den Kinos und YouTube zu sehen bekommen oder selber life&in Farbe in unserer Stadt erleben. Mission impossible Part X?

Nun haben wir das Dilemma in Spanien…auch hier….Demokratie? Freiheit, Menschenrechte…????? Recht auf Selbstbestimmung? Madrid hat der Jesuitenbruderschaft EU damit keinen Gefallen getan, im Gegenteil, Ole, die Stiere sind raus, ein Tritt in den Hintern für die geplante Vereinheitlichung aller europäischen Mitgliedsländer unter der NWO-Administration Brüssel/Strassburg bis 2018 die NAEU zu realisieren, das wird wohl dicker Gesprächsstoff im Baltikum, wo doch da der EU-Finanzminister gekürt werden soll, der die nationalen Finanzminister in gut dotierten Vorruhestand oder als “ vorrübergehende“ Figuren eingesetzt werden, AlterMaier, da braut sich was zusammen.
Freiheit für Europa und den Europäern, damit Satans NAEU nicht Realität wird. Möge Gott in uns uns stärken mit seinen Gesetzen und dem international arbeitendem Global Common Law, damit die Söhne und Töchter Satans ihre Quittungen für ihre menschenverachtene und Menscherechtsverletzendes Handelns zu überreichen.
Nobody can serve two masters, ein Eid auf die Bibel ist und bleibt ein heiliges Unikum, wer darüber hinaus handelt, ist von Bösem.

Das ist wohl erst der Anfang……..

Grüße aus der Ferne

:Robert

 Kommentar (25403) von Alfons am 2. Oktober 2017 um 16:52

Ein Großauftrag für die Crisis-Actors.

Hoffentlich ist niemand ernsthaft verletzt worden bei den Terror-Spielen.

 Kommentar (25408) von Gerhard am 2. Oktober 2017 um 19:01

Mindestens 58 Tote und 515 Verletzte, einige davon schwer: Das ist die traurige Bilanz eines Schussattentats auf ein Country-Konzert in der US-Metropole Las Vegas in der Nacht auf Montag. Bei dem Attentäter handelt es sich um den 64-jährigen Stephen Paddock aus Las Vegas, gab die Polizei am Montag bekannt. Paddock schoss aus einem Hotelzimmer im 32. Stock auf die rund 30.000 Konzertgäste. In seinem Hotelzimmer wurden mehrere Waffen gefunden. FBI-Angaben zufolge gibt es derzeit keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

Ein „Sonntagsjäger“ wird’s wohl nicht gewesen sein?
Wer bewahrt solche Waffen in einem Hotelzimmer unbemerkt auf? Wer kann so ein Gewehr allein derart effizient bedienen ?

Hieß der mit bürgerlichem Namen Stallone Rambo?

 Kommentar (25433) von Russophilus am 3. Oktober 2017 um 1:42

Erst mal: Das eine halbe Hundertschaft von amis, die nicht mehr irgendwo in der Welt massenmorden. Plus um die 500, die nun mal die andere Seite von Ballerorgien kennen.

Wissen Sie, es tut mir leid. Ich wünsche dem einzelnen ami nix Schlechtes, so lange er im eigenen Land bleibt. Aber ich komme nicht umhin, auch zu sehen, dass zig Millionen von denen es gut und richtig fanden/finden und zustimmen, mal eben NK komplett auszulöschen. Daher meine auf den ersten Blick wohl zynisch wirkende Sicht. Klingt schlimm, ich weiss und ich erschrecke selbst, aber ein toter ami ist ein ami, der nicht massenmordet. Mögen bessere Zeiten kommen, Zeiten, in denen man es sich wieder gestatten kann, zumindest einen belanglosen, netten Sazu zu sagen bei solchen Ereignissen.

Zum 32. Stock, Effizienz und Rambo: Ich kenne die Details nicht aber 32.Stock heisst je nach Abstand zwischen Hotel und Ort der musikalischen Veranstaltung vermutlich etwas im Bereich um die 150 – 200 m. Das ist durchaus im Bereich des gut Machbaren für einen geübten Schützen. Bedenken Sie auch, dass die Leute dicht beieinander sind bei solchen Veranstaltungen; es gibt also auch die Möglichkeit, dass da mehr oder blindlings „ungefähr in die richtige Richtung“ geschossen wurde und es dabei jedenfalls irgendjemanden erwischt hat.

Was mich stutzig macht ist die große Anzahl der Verletzten, denn das heisst, dass jemand entweder sehr gemütlich stundenlang geschossen hat, was wohl auszuschließen ist, oder aber, dass jemand mit einem Sturmgewehr reichlich komplette Magazine verballert hat.

Und es könnte einen politischen Aspekt geben. country Musik dürfte wohl eher konservative amis anziehen. Da wäre mein erster Gedanke „Ein Anschlag der antifas“.

Wer weiss, vielleicht wird man später von dem Vorfall als einem entscheidenden Punkt auf dem Weg zum Bürgerkrieg sprechen.

 Kommentar (25439) von Axels Meinung am 3. Oktober 2017 um 4:51

Hallo Russophilus,
in dem Hotelzimmer ist der angebliche Schütze tot aufgefunden worden, so hieß es ursprünglich zumindest. Er soll dort mehr als 10 Waffen dabei gehabt haben. Nach all den Aktionen unter flascher Flagge, die spätestens seit 9-11 weltweit abgezogen werden, glaube ich erst einmal gar nichts von den Veröffentlichungen. Die Frage ist doch, wer hat aus dem Hotelzimmer geschossen, womöglich mehrere Typen? War der 64-jährigen Stephen Paddock vielleicht sogar das erste Opfer der wirklichen Täter?
Und: „vielleicht wird man später von dem Vorfall als einem entscheidenden Punkt auf dem Weg zum Bürgerkrieg sprechen.“ – wer weiß, vielleicht hat der Bürgerkrieg schon begonnen und das Attentat auf die Menschenmenge ist ein häßlicher Teil davon? …

 Kommentar (25442) von Russophilus am 3. Oktober 2017 um 6:05

Da haben Sie natürlich recht. Auch ich bezweifle (wie wohl sehr viele) mittlerweile all die „Attentate“ und „Anschläge“. Und ja, gut möglich, dass dieser s. paddock selbst ein Opfer der wirklichen Täter war.

Allerdings kann ich mich ja nur auf der Grundlage dessen äussern, was bekannt ist. Und diesbezüglich wollte ich etwas Licht auf die Frage werfen ob ein (1) Schütze wirklich so schnell und ungestört 15 – 25 Magazine verballern kann.

 Kommentar (25472) von Axels Meinung am 3. Oktober 2017 um 12:32

Hallo Russophilus,
inzwischen gibt es von cnn eine Nachricht, dass 6 Polizisten das Hotel Flur für Flur auf der Suche nach dem Schützen abgesucht haben und dann bei Erreichen des Ziels durch die geschlossene Tür von dem Attentäter beschossen worden sind – sie haben dann die Tür aufgebrochen, aber der Schütze habe sich währenddessen schon selbst umgebracht. Wenn die Nachricht stimmt, war es wohl wirklich dieser Typ allein …

 Kommentar (25473) von Axels Meinung am 3. Oktober 2017 um 12:39

Hallo Russophilus,
bitte obigen Beitrag von 12.32 löschen – ich habe erst nach Abschicken gesehen, dass Sie schon weitergehende Kommentare veröffentlicht haben, wobei meiner dann eher unwichtig bzw. unrichtig ist – wer glaubt schon cnn …

 Kommentar (25516) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 1:49

Millionen glauben cnn. Deshalb ist es gut, dass Sie das eingestellt haben.

 Kommentar (25515) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 1:48

„cnn“ und „wenn es stimmt“ – dass das zusammengeht, bezweifle ich. Ich weiss von einer ähnlichen, aber ganz anderen Nachricht, nämlich dass die Tür „seelenruhig“ von Polizisten (verm. swat) zwangsgeöffnet wurde. Und das Beste dabei: Das war mit Original Polizei-Audio untermauert.

 Kommentar (25485) von Кацап Кацапович Кацапский am 3. Oktober 2017 um 16:41

Bei einem vollautomatischen Sturmgewehr ist das in 2-3 Minuten zu schaffen. Ein Magazin ist in 3 Sekunden Dauerfeuer geleert. Und der Magazinwechsel dauert im Normalfall auch nicht länger. Da der Mörder 10 Waffen verwendet hat sparte er sich auch die Abkühlzeiten, weil er bei heißgeschossener Waffe eine „neue“, kalte Waffe verwenden konnte, in der vermutlich auch immer schon ein volles Magazin steckte.

Eine Veranstaltung mit 30.000 Besuchern komplett zu evakuieren, dauert sicher einiges länger. Also im Gegensatz zum Kennedy-Attentat halte ich es dieses Mal für möglich, dass ein einzelner Attentäter dieses Kapitalverbrechen begehen konnte, auch wenn es nicht sehr wahrscheinlich anmutet.

 Kommentar (25524) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 4:16

Denke ich nicht.

Nehmen wir mal die Hypothese des Psychopathen, der aus welchen Gründen auch immer maximal viele mit in den Tod nehmen will und der es verdammt ernst meint; immerhin bringt er 16 Sturmgewehre mit.
Schießt der dann aus einem Hotelzimmer aus einer sehr ungünstigen Position – wobei die Opfer maximalen Freiheitsgrade bei der Flucht haben? Wohl kaum.

Es gibt noch einen sehr entscheidenden Faktor, der kaum Beachtung findet: Bei so einer Veranstaltung gibt es naturgemäß begrenzte und kontrollierte Zu-/Ausgänge. Soll ja schließlich Eintrittsgeld bringen.

Und genau daraus ergibt sich auch die wirkliche optimale Position für den irren Einzeltäter, nämlich: Ein Van mit fest angebrachter Halterung für die Gewehre, direkt vor dem Gelände und mit guter Schussposition sowohl auf die Menge als auch die Ein/Ausgänge.

Und: Ihre Zahlen sind nur theoretisch richtig. Die Magazine kann man bequem auf dem Fensterbrett unterbringen und der Magazinwechsel ist auf jeden Fall erheblich schneller als sich das nächste Gewehr zu greifen. Vor allem: Magazin wechseln geht ohne die komplette Position inkl. Ausrichtung zu ändern, Gewehr wechseln nicht.
Nur am Rande: Der heisse Lauf überschätzt, vermutlich wegen dem Bundeswehr-Skandal. Zudem spielt das hier keine Rolle, denn der Lauf explodiert ja nicht (wie in einem ami Spielfilm) sondern nur die Zielhaltigkeit nimmt rapide ab, was aber bei „vage in Menschenmenge ballern“ eh kaum ins Gewicht fällt, zumal die Gewehre ja wohl offensichtlich für den Einweggebrauch vorgesehen waren.

 Kommentar (25440) von Gerhard am 3. Oktober 2017 um 5:42

Seltsam. Jetzt wurde inzwischen bekannt: Es war ein pensionierter Buchhalter ohne militärischen Hintergrund. Aus (gemessen) 350 m eine respektable Trefferquote dafür, daß die 22.000 Leute (Publikum) im Finsteren panikartig das Gelände nach den 1. Schüssen verlassen haben. Es blieb also nicht sehr viel Zeit zu zielen, etc…

Ich frage mich, ob es nicht doch eine kriegserprobte Scharfschützeneinheit war, die ein Bauernopfer hinterlassen hat.

 Kommentar (25443) von Russophilus am 3. Oktober 2017 um 6:16

Wenn diese Angaben stimmen, dann war es definitiv wieder mal ein false flag und bei den Tätern dürfte es sich um eine kleine Einsatzgruppe von etwa 3 – 5 Leuten gehandelt haben und zwar geübten Leuten. Nur am Rande: Wer sich etwas auskennt, der weiss, dass man mit der in idiotistan so beliebten Standard-Waffe (die keineswegs gut ist) selbst als geübter Schütze kaum einen Menschen auf 350 m trifft. Die Streuwerte (MOA) sind einfach zu groß und auch die kinetische Energie der recht kleinkalibrigen Munition gibt kaum her, was beschrieben wird.

Die sinnvollste Annahme scheint mir momentan die zu sein, dass ein Team wild in die Menschenmenge geballert hat und dass das Ziel war, Panik auszulösen, den ohnehin bestehenden Konflikt sowie die Spaltung und Gewaltbereitschaft noch kräftig zu erhöhen.

Es gab ja gerade in den letzten Tagen von dem, was man hier antifa nennen würde, also von irren, bösartigen, system-konformen Aufrührern und Brandstiftern, reichlich Propaganda von wegen, man müsse den bösen Rechten mit Gewalt begegnen und sie ausmerzen.

Allerdings dürfte sich die Aktion als fataler Schuss ins eigene Knie erweisen.

 Kommentar (25445) von Russophilus am 3. Oktober 2017 um 6:53

So, ich hab mal für euch ein bisschen ami „Nachrichten“ geschaut.

Erst mal: Mein Gott, was sind amis lächerlich. Da sagt keiner was zur Sache, ehe er/sie nicht erst mal das gängige Ritual (amis haben für so ziemlich alles Rituale) abgespult hat, von wegen, sein Herz sei gebrochen und sein Herz gehe raus zu den Angehörigen der Opfer, etc. blabla. Natürlich ist mir klar, dass das (wie übrigens sehr vieles bei den amis) einfach nur Sprachbilder sind, aber auch die zeigen zwei Dinge ganz klar: a) die amis sind dümmer als Sperrholz und b) sie sind bis zum Erbrechen verlogen.

Also: Es beginnt sich ein („offizielles“) Bild abzuzeichnen, nämlich, dass der Buchhalter/Täter 10 oder 16 Waffen im Hotelzimmer hatte, die entweder automatisch waren oder illegal zu automatischen umgebaut waren. Zweitens: Die klassische „irrer Einzeltäter“ Nummer. Aufgezogen haben sie das so: Der Vater des Mannes war vor vielen Jahren mal Bankräuber und galt damals als Psychopath … wie der Vater so der Sohn.

Allerdings sehe ich bereits große Fragezeichen. Beispiel: Das Hotel, aus dem er (angeblich?) schoss, lag nicht gegenüber und nah sondern schräg und ein gutes Stück weg (es *gibt* auch genau gegenüber eins). Dazu kommt, dass am Veranstaltungsort auch größere feste Gebäude sind (und nicht nur Zelt-Überdachungen); die wiederum stehen zwischen dem Täter und dem Konzert, was für den Täter sehr ungünstig ist.
Anderes Beispiel: 16 automatische Langwaffen im Hotelzimmer? Aha. Wie bitte bringt und hat man 16 Langwaffen unbemerkt in einem Hotel (plus reichlich Munition)?

Meine Vermutung ist die, dass der Sündenbock plus reichlich Waffen und Munition von den wirklichen Tätern ins Hotel gebracht und dort zum Tatzeitpunkt ermordet wurde, während die wirklichen Täter von wo ganz anders in die Menge ballerten.

Noch eine Anmerkung für Laien: Ohne Übung ballert kein Laie oder Gelegenheitsschütze das Magazin einer Automatikwaffe leer und trifft dabei auch nur annähernd das Ziel. Spätestens nach dem ersten Schuss hat der keine Kontrolle mehr über die Waffe und die schießt wer weiss wohin. Der Punkt bei automatischen Waffen ist nämlich, die Waffe stabil und auf Linie zu halten. Dabei machen Anfänger/Ungeübte jede Menge Fehler; die meisten lassen die Waffe einfach „laufen“ (meist nach oben) und selbst Gelegenheitsschützen kriegen es nicht hin, die Waffe auf Linie zu halten, also z.B. nicht zu sehr gegenzusteuern.

 Kommentar (25486) von Hotzenplotz am 3. Oktober 2017 um 16:44

“Ohne Übung ballert kein Laie oder Gelegenheitsschütze das Magazin einer Automatikwaffe leer und trifft dabei auch nur annähernd das Ziel.“
Und auf die Entfernung schon 3x nicht.

 Kommentar (25488) von Кацап Кацапович Кацапский am 3. Oktober 2017 um 17:24

Mit Übung ist das kein Problem, und bei den amis gibt es Unmengen von Waffenfreaks, die jedes WE zum ballern in die Pampa fahren. youtube ist voll mit Videos von solchen Schießorgien, oft auch mit vollautomatischem Dauerfeuer, was wohl in einigen Bundesstaaten legal ist. Ich selbst hab für halbwegs präzises Dauerfeuer immer den Abzug nach 3-4 Schüssen ganz kurz losgelassen, damit kann man die Richtung des Laufs wieder ins Ziel korrigieren, um dann sofort wieder weiterzufeuern, und da das Ziel hier jeweils ein größerer Haufen von dichtgedrängten panischen Menschen war, also einige Meter Durchmesser und nicht einzelne Menschen, ist diese Präzision auch von einem Durchschnittssoldaten auf zu erreichen.

Ich habe vor ca. 30 Jahren bei einem Gastschießen mal mit einem ami-M16 in 5,56x45mm schossen, und das schoss auf 300-400m recht ordentlich, fand es damals präziser als ein durchschnittliches G3. Die Anfangsenergie der Geschosse liegt bei ca. 2000 Joule, wovon nach 350m noch um die 500 Joule übrig sein dürften, was etwa mit 9mm Pistolenmunition auf kurze Entfernung vergleichbar ist, also schon zu den ca. 10% Letalität passen würde.

 Kommentar (25525) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 4:23

Mag alles sein, nur war der Typ, so wird berichtet, sozusagen ein Musterbürger, der, soweit bekannt, auch weder Schusswaffenaffin noch ständig (oder überhaupt mal) auf dem Ballerplatz war.

Auch: Vergessen Sie das m-16. Soweit bekannt hat der Typ werkskastrierte Versionen für den Zivilmarkt gehabt und die selbst (wohl mit Kits) illegal auf Automatik umgerüstet. Will heissen: Nicht zu vergleichen mit Militär-Waffen.
Aber dennoch, da haben Sie schon recht, kann man damit natürlich eine Menge Schaden anrichten. Allerdings: Warum aus 350m Entfernung und sehr schräg von der Seite mit einem zudem (durch Gebäude) stark beschränkten Zielfeld?

Nein, das Ding war ein false flag, ein Anschlag z.B. von einem wet job team der cia und dieser paddock war nur ein Südenbock, der ja auch praktischerweise dann tot gefunden wurde.

 Kommentar (25390) von Andrea B. am 2. Oktober 2017 um 14:01

Hallo Russophilus,

ich würde Ihnen gerne eine Frage zur Einordnung des Machtsystems auf der Welt und der Rolle Russlands stellen.

Ein Abgeordneter des russischen Parlaments (Jewgeni Fjodorow) hat 2012 an einer Moskauer Universität über in einer erleuchtenden Weise über die Souveränität Russlands und Geopolitik gesprochen:

Video: So geht Bildung – Studenten bekommen Lektionen in Okkupation (J.Fjodorow)
https://www.youtube.com/watch?v=gU_4KKGmgZc

Sein Fazit:
– Russland sei nach der Gründung der Russischen Föderation nicht sourverän
– Russland sei ein okkupiertes Land mit noch weniger Freiräumen als die „Vasallen“ in Westeuropa
– Russland würde strategisch aus den USA gesteuert
– Die Medien in Russland seien großteils ebenfalls über das Okkupations-Regime gesteuert
– Putin sei in einer Zwickmühle: einerseits Wahrer der Russischen Verfassung, welche die USA installiert hätten, andererseits sei er Anführer einer nationalen Befreiungsbewegung Russlands um mehr Souveränität

Nun bin ich verwirrt, da Sie in ihrem Blog Russland eher als freien Gegenspieler der USA bzw. Globalisten beschreiben.

Darf ich Sie fragen:

– Lag Fjodorow richtig mit seiner Einschätzung?
– Hat sich die Situation seit 2012 stark geändert?
– Ist Russland viel souveräner und nun tatsächlich wieder ein Gegenspieler auf der Weltbühne geworden?

 Kommentar (25393) von Russophilus am 2. Oktober 2017 um 14:31

Die Erklärung liegt wohl eher in der Person (und Rolle) Fjedorows und in einer zugespitzten Allusion. Man ersetze einfach us(pp)a durch „die liberalen“ (der sehr liberalen-freundliche medwedew war damals (2012) gerade 4 Jahre Präsident gewesen) und die andere Gruppierung ist in etwa eine Mischung aus Silowiki (Militär, Polizei, usw) und Nationalisten (nicht wie in „nazis“ sondern wie in „Patrioten“).
Fjedorow überzeichnet häufig oder zeichnet einseitig, vielleicht um mehr Aufmerksamkeit für die richtige Seite (seine) zu überzeugen.

In der Sache spricht in der Tat einiges für die Annahme, dass Russland nach wie vor viel ami-Gift im Körper hat, insbesondere im Finanz- und banken-Bereich. Allerdings ist das nicht erstaunlich; immerhin haben gorbatschow (möge er in einer der stinkendsten und heissesten Ecken der Hölle schmoren) und jelzin den amis praktisch den gesamten Staat zu Füßen gelegt; die amis gingen dort in den Ministerien ein und aus und legten jede Menge Gift und Bomben.

Andererseits ist auch zu sehen, dass die Russen nicht dumm sind und dass es mit absoluter Sicherheit auch in schlimmsten Zeiten treue Staatsdiener gab (gerade im Sicherheitsapparat), die alles sehr aufmerksam verfolgten und notierten. So konnte Putin, ja selbst mit KGB Hintergrund und Ex-FSB Chef gut ausgestattet mit Kenntnissen und Material sehr vieles entschärfen.

Auch gehe ich keinesfalls davon aus, dass Putin letztlich nur eine Marionette in einem ami-gelenkten Staat ist. Zum einen sprechen die Ereignisse (z.B Syrien) eine deutliche Sprache und die amis sind darüber gewiss nicht erfreut, zum anderen würde Putin als studierter Rechtsanwalt bei aller Versessenheit auf Recht gewiss keine Verfassung einhalten und schützen, die illegal, weil von fremder Hand diktiert ist.

Und noch ein Faktor spielt eine Rolle. Bei so einigem geht es nicht ums Wie sondern vielmehr ums „wie schnell“. Einige, u.a. Fjedorow, möchten das ami Gift möglichst schon gestern entsorgt haben, andere wiederum (z.B. Putin) haben andere Prioritäten. Und immerhin, das zeigen die Sanktionen sehr schön, kann so manches Gift auch nützlich sein, wenn man damit umzugehen weiss und so mag es zwar emotional wünschenswert, aber nicht unbedingt das Klügste sein, eilig zu handeln.

Besorgt müssen Sie jedenfalls nicht sein. Die amis haben vorne und hinten nicht die nötige Kraft, um Russland blöd zu kommen. Die wären schneller tot als sie „Überfall!“ plärren können.

 Kommentar (25407) von comentador am 2. Oktober 2017 um 18:42

„…Und immerhin, das zeigen die Sanktionen sehr schön, kann so manches Gift auch nützlich sein, …“

Dank der Sanktionen ist Russland zum größten Getreideproduzent und Exporteur aufgestiegen und baut momentan rapide eine Produktionspalette auf, die das Land immun gegen die Willkür westlicher Sanktionen macht und erschließt gleichzeitig Märkte mit den Ländern die sich unabhängig vom Westen machen wollen.

Die Sanktionen von Merkel und Co sind ein Gottesgeschenk für Russland, denn als Mitglied der WTO hätte Russland seine Wirtschaft nicht durch Einfuhrbeschränkungen oder Zolltarife schützen können.

 Kommentar (25417) von Andrea B. am 2. Oktober 2017 um 21:46

Ich danke Ihnen herzlich für Mühe und Ihre Einschätzung.

 Kommentar (25431) von Ixus am 3. Oktober 2017 um 1:03

Zumal möchte ich – nach der Recherche – so kurz wie möglich zu dem Video meine Meinung zusammenfassen.

Der Mann ist im guten Sinne ein Populist. Er nimmt bekannte, korrekte Fakten und gibt auf diese eigene einfache Antworte. Ohne seine Zuhörer mit Komplexitäten und Kontroversen zu überlasten.

Ein vereinfachtes Beispiel nur.

Thesis 1. usppa ist böse, die drucken Geld nach Belieben. Stimmt es ? Stimmt.
Thesis 2. Die rus. Zentralbank darf keine Investitionen für die Großunternehmen vergeben, und wenn schon, dann nach dem Abkauf von Fremdwährungen.
Stimmt das ? Bestritten.

(Interna: Laut ständigen Beschwerden bei der Fragerunde bei Putin, bekommen Subventionen beim Agrarsektor die Großunternehmen, dagegen die mittelst. und kleine Betriebe bekamen 2016 ca. 8% des Kuchens ab, den Rest verschlungen die „Großen“. Volume: 216 Mrd. Rubel, ca. 3 Mrd €. Finanzquellen: Steuern + Gewinne von Gasprom und Rosneft. Investitionen werden durch die Zentralbank so ausgegeben, dass die Inflation auf Weiteres sinkt und nicht los schießt, wie am Ende 2014)

Aus Thesis 1 und 2 macht Fjodorow den Vorschlag: keine Fremdwährung mehr kaufen, Rubel für Investitionen frei, nach Bedarf drucken lassen.

Der Mann sieht nicht, dass er am Ende zum Widerspruch zu seinem Thesis 1 kommt. Dazu gießt er Richtung Russland ganze Menge Gülle, ohne zu sehen, wie stark Wohlstand, Lebensdauer, Produktivität unter – klar nicht idealer – Finanzpolitik der Zentralbank und heutiger Regierung ( in seiner Sprache: hinterlistige Verräter unter usppa Marionette Putin) gewachsen sind.

Ist er ein Patriot ? Na ja, von welcher Seite gesehen…Wenn er und Nikolaj Starikow verlangen in die Verfassung eine Ideologie fest zu schreiben…Ob das gut ist ? Wenn morgen nicht ein ausgewogener und besonnener Putin sondern ein extremerer gewählt wird und die starre Änderung zum Bürgerkrieg führt ?

Fazit: Fjodorow ist ein Origineller und hat genau so viel Anspruch auf den Platz auf der politischen Bühne (Duma) wie seine Opponenten. Und wir sind tolerant und schieben ihn nicht in die Schmuddelecke. 🙂

 Kommentar (25397) von Demeter am 2. Oktober 2017 um 15:45

Anbei ist die Übersetzung eines Artikels von Alastair Crooke zum Thema Regimewechsel in Syrien. Dabei wird auch das Referendum und die Zukunft des Nahen Ostens besprochen.

Da ja alles im Zusammenhang steht, passt es, wie ich finde, auch zu dem von Russophilus eingestellten Artikel, dem ich nochmal danken möchte für die viele Arbeit, die er sich macht, damit das hier weiterläuft.

Auch wenn Herr Crooke britischer Ex-Diplomat ist, stimme ich seiner Einschätzung zu.

Besonders dem letzten Satz. 😉

Wie das Scheitern des US-Israelisch-Saudischen “Regimewechsel” Projektes in Syrien die Zukunft des Nahen Ostens verändert und möglicherweise eine Ära des grösseren Sekularismus und der Toleranz einläutet, schreibt der britische Ex-Diplomat Alastair Crooke:

Einfach gesagt, Syriens Erfolg – trotz der Vorsicht, mit der Präsident Bashar al Assad sagt, dass Zeichen des Erfolges nicht der eigentliche Erfolg sind – sich – gegen jede Wahrscheinlichkeit- allen Versuchen den Staat zu Fall zu bringen, zu widersetzen, lassen die Vermutung zu, dass ein Wendepunkt in der Geopolitik in dieser Region stattgefunden hat.

Wir haben schon vorher geschrieben, wie die Folgen von Syrien die von Israels Krieg gegen Hizbollah in den Schatten stellen, obwohl das Ergebnis dieses Krieges auch bedeutend war.

Beide Ereignisse zusammen genommen haben Amerikas unipolaren Moment im Nahen Osten beendet (obgleich noch nicht auf globaler Ebene, wo die USA immer noch ihre Kette von Militärbasen in der Region unterhält). Durch diese Erfolge ist der Ruf der Golfstaaten schwer angeschlagen und aufgeheizter Sunni Jihadismus wurde blossgestellt als ein politisches Mittel zum Zweck für Saudi Arabien und seine westlichen Unterstützer.

Aber abgesehen von Geopolitik hat Syrien als Ergebnis eine physische Verbundenheit und Nähe geschaffen, die es jahrelang nicht gab: die Grenze zwischen Irak und Iran ist offen; die Grenze zwischen Syrien und Irak wird geöffnet; die Grenze zwischen Libanon und Syrien ist ebenfalls offen. Das ist von entscheidender Bedeutung sowohl hinsichtlich der Grösse des Gebiets, der Ressourcen und der Bevölkerungen.

Die Region wird aufmerksam zuhören, was diese Sieger über ihre Zukunftsvision für die Region – und für den Islam- zu sagen haben.

Die Art wie Syrien die Lektionen für die Gesellschaften des Nahen Ostens angesichts seiner Kriegserfahrung zur Sprache bringt, wird von grösster Tragweite sein.

Die Diskussion in Syrien hat gerade erst begonnen und das Ende ist noch nicht erreicht – und wird für lange Zeit nicht erreicht sein; aber wir können ein wenig spekulieren.

Zur Zeit dreht sich das Gespräch einerseits um die Region der Levante (Anm: der Autor benutzt das Wort Levantism, ein ‘ismus, den es nicht gibt und den ich mit der Levante umschreibe) und die Idee kultureller Vielfalt, wie sie in Libanon und Syrien existierte – begleitet von regelmässig wiederkehrenden akuten Spannungen – und dem arabischen Nationalismus. Der Rahmen für beide Konzepte soll ein nicht-dogmatischer Sekularismus innerhalb staatlicher Strukturen sein, der Gleichheit vor dem Gesetz einschliesst.

Der arabische Nationalismus meint die breite Arabische kulturelle Einheit, die ihre Wurzeln hauptsächlich in der Arabischen Sprache hat. Die Levante war ursprünglich ein Osmanisches Erbe. Damals (zu Osmanischen Zeiten) gab es kein “Syrien” (im Sinne eines Nationalstaates) aber eine Vilâyet (Osmanische Provinz).

Das waren eher Stadtstaaten, denen ein grosser Teil an Selbstverwaltung erlaubt war und unterschiedlichen Gesellschaften und Sekten Spielraum für ihre eigene kulturelle und spirituelle Lebensweise bot. Das beinhaltete das Recht die eigene Sprache zu sprechen. (die syrische Vielfalt ist historisch das Erbe vieler ausländischer Besatzungen, wobei jede etwas von ihrer DNA, ihrer Kultur und Religion hinterliess).

Koloniale Strategien

Unter der dann folgenden Französischen Kolonialherrschaft haben die Kolonialisten zuerst separate Mini-Staaten dieser syrischen Minoritäten geschaffen. Als jedoch diese Politik fehlschlug, ging es zurück in gewaltsame Vereinigung der verschiedenen syrischen Teile (ausser Libanon) mittels der Kriegslist die französische Sprache statt Arabisch zwangsweise einzuführen; Französisches statt Osmanisches Recht und anderes; und Christentum zu fördern um so den Islam zu untergraben.

Das hat unweigerlich zu dem für Syrien charakteristischen Misstrauen gegenüber ausländischer Intervention geführt und zu seiner Entschlossenheit, eine Vision dessen, was es ursprünglich bedeutete Syrer zu sein, wieder zurückzugewinnen. (Die Franzosen haben 1920, 1925, 1926 und 1945 “Regime Wechsel” in Damaskus durchgeführt und zwischen den Coups meistens Kriegsrecht eingeführt).

Doch der Nationalismus, den die Französische Unterdrückung hervorrief, ging in zwei Richtungen: die Moslembruderschaft, die grösste islamische Bewegung, wollte Syrien als sunnititschen islamischen Staat begreifen.

Im Gegenzug dazu sahen die eher westlichen urbanen Eliten Syrien nicht wirklich als separaten Nationalstaat – aber eher als Teil der gesamten Arabischen Welt, der im Inland als einheitlicher, sekularer und zumindest teilweise westlich orientierter Staat organisiert sein sollte.

Wie Patrick Seale in “Der Kampf um Syrien” schreibt: Vor allem [ für die sekularen Nationalisten] musste Uneinigkeit überwunden werden. Ihre Antwort lag in der Überwindung der Unterschiede zwischen Reichen und Armen mittels einer abgewandelten Version des Sozialismus, und der Überbrückung zwischen Moslems und Minderheiten durch ein abgewandeltes Konzept vom Islam. In ihren Augen musste der Islam politisch nicht als Religion, sondern als Ausdruck der arabischen Nation gesehen werden.

“Somit, so sagten sie, sollte die Gesellschaft, die sie schaffen wollten modern (mit u.a. Gleichstellung der Frauen), sekular (der Glaube nur noch als persönliche Angelegenheit) und definiert durch eine Kultur des “Arabismus” der traditionelle Konzepte der Ethnizität ausser Kraft setzt.”

Kurz gesagt, was sie wollten war die direkte Antithese zu den Zielen der bereits starken und wachsenden Moslembruderschaft. Und 1973,in einem Versuch der Quadratur des Kreises zwischen konservativem, dogmatischem Sunnismus und nationalistischem “weichen” Islam hat die fatwa (eines schiitischen Geistlichen), die bestätigte, dass Hafez al Assad ein schiitischer Moslem sei (und nicht ein Ketzer, als was die Sunniten die Alawiten sahen) zur Explosion der Lage geführt. (die von den Franzosen ausgehandelte Verfassung sah vor, dass das Staatsoberhaupt “Moslem” sei).

Kreislauf der Gewalt

Die Moslembruderschaft war ausser sich vor Wut, dass der damalige Präsident Hafez al Assad als Moslem eingeordnet wurde und begann einen Kreislauf blutiger Gewalt mit organisierten Terrorattacken gegen die Regierung und gegen Assads’ inneren Kreis – und dann darauffolgenden Gegenattacken durch die Regierung – der (der Kreislauf), im Grunde erst jetzt zu einem Ende kommt, mit der Niederschlagung des Versuchs der militanten, jihadistischen Sunniten die Staatsmacht an sich zu reissen und die “ketzerischen” Alawiten zu vertreiben.

Der Ausgang dieses epochalen Kampfes hat grundlegende regionale Auswirkungen (selbst wenn wir heute noch nicht erkennen können, wie diese Überlegungen zur Zukunftsvision der Levante letztendlich umgesetzt werden).

Wir können zunächst sagen, dass Islamismus im allgemeinen der grosse Verlierer im Kampf für die Levante ist. Sowohl in Syrien als auch im Irak erkrankte der gewöhnliche Levantinische Sunnismus an intolerantem, puritanischem Islam. Dieser Zweig des Islam (Wahhabismus) mit seiner mechanischen, prozeduralen Herangehensweise bei der Bewertung ausgewählter “Zitate” des Propheten Mohammed (auch bekannt als “wissenschaftlicher Salafismus”) ist gescheitert.

Der bewaffnete Jihad ist damit gescheitert, diese lineare Einzigartigkeit als die “Idee” zu nutzen, mit der man das mehrwertige levantinische Modell zertrümmern und mit einer rigiden, einseitigen, strengen Auslegung des Glaubens ersetzten könnte. Nur um es deutlich zu sagen, nicht nur nicht-Muslime und sunnitische und schiitische Minderheiten haben genug davon, sondern auch sunnitische Syrer und Iraker im Allgemeinen (besonders nach den Erfahrungen in Raqqa und Mosul).

Die öffentliche Reaktion zu den wahhabitischen Interventionen in beiden Nationen wird den sunnitischen Islam wahrscheinlich erstens dahin drängen, Mehrwertigkeit im Islam noch mehr anzunehmen (bis zu dem Mass, dass man vielleicht den Iran und seinen “Zustand” als ein mögliches Modell sieht); und zweitens auch den arabischen sekularen “Weg” weiter anzunehmen. Kurz, eine ‘Folge” kann eine mehr sekulare Form des Islam sein, im Gegensatz zu den von den Moslembrüdern betonten externen, offensichtlichen, ausschliessenden Gruppeninteressenpolitik.

Aber wenn der syrische und irakische nationalistische Islamische Impuls wieder vorbei ist,was geschieht dann mit dem anderen “doppelten Aspekt” hinsichtlich Syriens – seines Erbes der levantinischen Vielfalt und Mehrwertigkeit im Gegensatz zu der säkularen nationalistischen Sicht, dass diese Vielfalt ein Hauptgrund für nationale Schwäche darstellt. Und die ihre Hauptaufgabe darin sieht, die Bevölkerung in eine einheitliche politische und soziale Struktur zu integrieren.

Israels Neuer Plan

Ja was das angeht, so hängt hier viel von Washington ab: die französischen Kolonialisten haben sich die syrischen Minderheiten gegen die syrische Mehrheit (im Interesse der Franzosen) zu Nutze gemacht. Und nun scheint es Amerikas Absicht zu sein – unter starkem Druck von Israel – die Kurden gegen den syrischen Staat (mit dem Ziel die iranische Präsenz innerhalb Syriens einzuschränken und selbst um die Nähe zwischen Irak und Syrien zu brechen).

Diese Aussicht scheint unwahrscheinlich. Das US-Israelische kurdische “Projekt” in Syrien mag scheitern, jetzt da die Kurden (die im Nordosten Syriens schwächer konzentriert sind als im Norden Iraks) schlussfolgern, dass es besser und weiser wäre, sich mit Moskau zu einigen (und deshalb eine Art modus vivendi mit Damaskus zu finden), als der Beständigkeit der amerikanischen Versprechen für Autonomie zu vertrauen und das auch noch angesichts der fast allgemeinen regionalen Feindseligkeit gegenüber diesem hochriskanten Unabhängigkeitsprojekt. Letztendlich muss es für die Kurden offensichtlich sein, dass es Russland (und Iran) sind, die den neuen Trend in den nördlich gelegenen Staaten bestimmen.

Die syrischen Kurden waren nie im Masoud Barzani Lager und hatten während des Konflikts lange Zeit gut funktionierende Beziehungen mit der syrischen Armee und den russischen Streitkräften (gegen ISIS). Es scheint auf jeden Fall so, dass die USA ihr Hauptaugenmerk von Syrien auf den Irak verlegen, als den Ort, von dem sie hoffen, den Iran zurückzudrängen. Und wieder sind dort die Aussichten für die USA dieses Ziel zu erreichen schlecht (der Iran hat sich gut festgesetzt) – und wenn es falsch gehandhabt wird, dann könnte das kurdische Unabhängigkeits “projekt” sehr leicht in Gewalt und regionaler Unsicherheit ausarten.

Barzanis’Führungsposition ist nicht sicher (die Türkei ist wütend über sein Doppelspiel indem er vorgibt, dass das Referendum nur dazu dient, seine Verhandlungsposition mit Bagdad zu stärken). Das Risiko eines grösseren Konflikts hängt davon ab, wer letztendlich in der Führungsspitze nachrückt, sollte Barzani entmachtet werden.

Im Endergebnis scheint das US-Israelische Kurdische “Projekt” – paradoxerweise – eher den nationalistischen Impuls in der ganzen Levante, der Türkei und Iran entschieden zu stärken und ihn durchsetzbar erscheinen zu lassen – aber nicht in der altbekannten Weise:

Es gibt kein Zurück zum status quo ante, den Vorkriegszustand in Syrien. Die Prozesse der Deeskalation und Versöhnung, die durch Russland angeschoben wurden, werden die Politik Syriens fundamental verändern.

Eine Verlagerung in Richtung Vielfalt

War die Politikrichtung in der Vergangenheit von Oben nach Unten bestimmt, wird sie jetzt von Unten nach Oben sein. Hier sehen wir so etwas wie eine Synthese stattfinden zwischen Levantismus und Nationalismus. Die Notwendigkeit von Lokalpolitik in all ihrer Vielfalt wird zunehmend die Zukunft der Politik bestimmen. Man kann bereits sehen, wie der Wechsel zur von Unten nach Oben Politik auch im Irak erkennbar wird. (Nochmal, das wurde durch den Krieg gegen den extremen Jihadismus von ISIS beschleunigt und kann jedoch nun durch die kurdischen Forderungen nach umstrittenen irakischen Gebieten noch mehr befeuert werden.)

In mancher Hinsicht ist die “Masse” im Irak – die mobilisierten Menschen gegen diese reaktionären bewaffneten Bewegungen – der irakischen politischen Führung voraus und rennt davon, sei sie politisch oder religiös. Der Aufstand mag anwachsen und die Regierung – jede Regierung – muss sich dem Druck ihrer Basis beugen.

Der Westen, der auf die Minderheiten gegen den Staat gesetzt hat – jetzt mit den Kurden – hat bereits geostrategischen Eindruck hinterlassen: nämlich den, dass die Türkei, Syrien, Irak und Iran in einer engen politischen und militärischen Allianz dieses “Kurdische Projekt” stoppen wollen, bevor es in die Tat umgesetzt wird und sich die Umrisse von wichtigen Staaten genau an ihrer empfindlichsten Verbindungsstelle auflösen.

Im Grunde ist dies ein erneuter Fall von Interessenkonflikt zwischen Israel einerseits und Europa und Amerika andererseits. Die Verfolgung dieses “Kurdischen Projekts” führt zur Stärkung einer Allianz – mit einem wichtigen Nato Staat – die amerikanischen Zielen ausdrücklich feindselig gegenüberstehen wird (obwohl damit nicht eine Zunahme an Feindseligkeit gegenüber den Kurden als Volk gemeint ist – aber das kann natürlich eintreffen). Die Distanzierung dieser Staaten kann kaum im Interesse des Westens sein aber trotzdem geschieht genau das.

Und abschliessend, eine “Nebenwirkung” des syrischen Konflikts hat die nördlichen Staaten veranlasst “nach Osten zu blicken” – wie Präsident Assad kürzlich seine Diplomaten veranlasst hat. Für Iran wird es hauptsächlich China sein (als auch Russland), aber für Syrien wird es eher Russland in vorwiegend kultureller Hinsicht sein und China, das Syrien als einen wichtigen Knotenpunkt in seiner neuen Seidenstrasse sieht.

Das bedeutet eine historische Verlagerung im Nahen Osten. Westliche Offizielle mögen glauben, dass sie Syrien kontrollieren können, indem sie Gelder für den Wiederaufbau zurückhalten, um über Syriens Zukunft zu bestimmen: Wenn dies so sein sollte, dann irren sie in dieser Hinsicht genauso, wie sie sich bei fast allem in Bezug auf Syrien geirrt haben.

Alastair Crooke ist früherer britischer Diplomat und war hoher Beamter im Britischen Geheimdienst und in der EU Diplomatie. Er ist Gründer und Leiter des Conflicts Forum

https://consortiumnews.com/2017/09/30/how-syrias-victory-reshapes-mideast/

 Kommentar (25449) von sloga am 3. Oktober 2017 um 8:36

@ Demeter

Danke für die Übersetzung! Interessant, was so aus dem Mund eines briten kommen kann …

Die gesamte Region wird neu definiert werden. Der Wiederaufbau wird auch ohne wertewesten bestens funktionieren.

Grob umschrieben: Die IS ist/war ein cia-Projekt. Die Kurden sind (eher) ein Pentagon-Projekt. Daher sollte die Kurden-Frage kein (unüberwindbares) Problem darstellen.

Global betrachtet läuft viel auf Schiene. Die zionisten und brits sind kaum noch erwähnenswert. Die amis sind jenseits von Gut und Böse. Die Rädchen der Multipolaristen greifen immer besser ineinander. Was will man mehr?

Der (europ.) wertewesten? Der wartet immer noch auf die „Gute Fee“. Hoffentlich kommt sie bald … und man ist nicht allzu sehr enttäuscht, da man „einige Abstriche“ machen muss …

 Kommentar (25453) von sloga am 3. Oktober 2017 um 9:03

„Ein kleiner Schritt für die Menschheit; ein großer Schritt für Serbien!“

Gestern kamen die ersten beiden MIG-29 mit einer Antonov-124 auf dem Militärflughafen Batajnica an. Bis Freitag sollen vier weitere folgen. Sie haben bereits den Namen „Putins-Geist“ erhalten.

Beweis: https://www.youtube.com/watch?v=kWek_KreGDI

 Kommentar (25496) von jfk am 3. Oktober 2017 um 18:24

@ Demeter

Sloga hat recht, ein Brite mit Hirn ! nicht alltäglich !

 Kommentar (25402) von Ulli aus dem Ampertal am 2. Oktober 2017 um 16:14

Als bislang stiller Mitleser zuallererst herzlichen Dank an Russophilus und die anderen Autoren für die interessanten Analysen und Berichte!

Einer der Kommentatoren hat auf einen Artikel auf den „Goldseiten“ aufmerksam gemacht (finde die entsprechende Stelle im Kommentarbereich leider nicht mehr), in dem es um den Niedergang des Dollars und die anstehende IWF-Sitzung am kommenden Samstag, 7.10.17, geht. Bisher hatte die usppa bedingt durch das Stimmrecht immer eine Vetomöglichkeit. Dieses Verhältnis scheint nun gebrochen, ich zitiere aus dem Artikel:
„Wie es jetzt aussieht, haben sich diese sechs BRICS-Länder hautnah an die tödliche Veto-Marke von 15% herangearbeitet. Man spricht von 14,89%. Nur noch „ein Kleines“ und Amerika hat sein Veto-Recht verloren. Schlimmer noch, dieses ginge, oder geht demnächst auf die BRICS über, die damit jeden Beschluss blockieren können. Und die USA brauchen dringend Geld, sehr viel Geld sogar, viele Billionen oder sogar bis zu 2 Billiarden $.“
http://www.goldseiten.de/artikel/346847–Armes-Amerika~-Von-Platz-Eins-fort-an-den-Katzentisch-Teil-1~2.html?seite=3

Laut Artikel scheinen andere Finanzierungsmöglichkeiten erschöpft und deshalb scheint die usppa abhängig von der Entscheidung des IWF zu sein. Falls also die BRICS-Staaten von ihrem Vetorecht Gebrauch machen sollten, wird’s interessant.

In einem 2. Teil des o.g. Artikels geht der Autor von folgendem Szenario aus:
„Doch was soll die ganze Aufregung?

Die BRICs werden den USA per Veto den Hyperkredit verweigern. Dann verbleiben Amerika zwei Alternativen:

a) den Forderungen nachzugeben und unfreiwillig die Kontrolle des Weltfinanzsystems aufzugeben, oder

b) den überlebenswichtigen IWF-Megakredit zu erhalten, unter der Auflage, die Kontrolle des Weltfinanzsystems freiwillig aufzugeben.

In beiden Fällen ist eben genau diese Kontrolle, und damit die bisher unbesiegbare Allmacht der FED, der Wall Street und des Dollars, verloren. Die Wirkungen sind schwer vorstellbar. Zunächst kann Washington ohne Kredit seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Der Staatsapparat würde rasch funktionsunfähig. “
http://www.goldseiten.de/artikel/346848–Armes-Amerika~-Von-Platz-Eins-fort-an-den-Katzentisch-Teil-2~2.html

Habe noch einen weiteren Artikel zu den Stimmanteilen der IWF-Mitgliedsstaaten gefunden, auch hier wird auf die Veto-Möglichkeit eingegangen:
„Bisher wurde eine größere Einflussnahme der Schwellenländer durch die USA verhindert. Das Stimmrecht für Brasilien, Russland, Indien und China nimmt auch nach der Reform nur gering von rund 10,24% auf rund 13,51% zu. Um bei wichtigen Beschlüssen ein Veto einlegen zu können werden aber mindestens 15% der Stimmen benötigt.

Die 13,51% reichen jedoch aus, um zusammen mit anderen Schwellenländern wie Indonesien (+ 0,1%), dem Iran (+ 0,11%), Mexiko (+ 0,33% auf 1,8%) oder der Türkei (+ 0,35%) vom Vetorecht Gebrauch zu machen.“
http://www.emergingmarkets-magazin.de/themen/emerging-markets/item/2093-iwf-quotenreform-gibt-den-schwellen-und-entwicklungslaendern-mehr-Stimmrechte

Mich würde hierzu die Meinung des Dorfes interessieren.

 Kommentar (25494) von jfk am 3. Oktober 2017 um 18:11

Der amerikanische Staat wird so lange nicht zusammenbrechen, solange es in den USA Menschen geben wird, die sich Ihre Arbeitsleistung in Dollar bezahlen lassen, …… und das sind wohl die meisten.
Im Gegesatz zu Griechenland haben die usppa Ihre eigene Währung und können diese unbegrenzt drucken – deswegen hinkt der Vergleich des (im übrigen sehr geschätzten) Prof. Bocker etwas.

Der Wal Mart wird dann (bei Nichtakzeptanz des usd für Waren auf dem Weltmarkt) sicher DEUTLICH „leerer“ aussehen (oder aber gleichvoll bei ver7fachten Preisen) , wenn erstmal die Chinesen darauf bestehen, ihre Waren in Waren der Amis ,in Rubel oder Renminbi bezahlt haben zu wollen.

Bislang sind ja die Androhungen Russlands und Chinas eher moderat, weil man dort wohl noch immer fieberhaft damit beschäftigt ist, seine angehäuften grünen Schnipsel in etwas Wertbeständiges zu konvertieren.

Ausserdem wird wohl Russland/China die Amis genaus so langsam abkochen, wie die Ausserwählten uns glaubten mit Ihrem Geldsystem abkochen zu können, um zu verhindern, dass die usppa wild um sich schlagend die Erde entvölkert.

Aber was solls, dann wird es eben wieder …..irgendwann
….attraktiver, auch in den usppa Waren für den Alltag zu produzieren. Natürlich muss dann der Durchschnitts-Ami so bescheiden und fleissig leben lernen, wie ein Chinese

Sicher kommt es auch zu einer Kaufkraftanpassung des USD (nach unten) im Verhältnis 1: 1 zum Renminbi (MINDESTENS).

Erwartet wird all das seit mindestens einem Jahrzehnt.

 Kommentar (25404) von Demeter am 2. Oktober 2017 um 17:15

@ Ixus

Ich möchte Ihnen verspätet für Ihre Antwort und die Auszüge aus dem Gespräch zwischen Ischtschenko und Satanowski im vorhergehenden Strang danken. Gibt es die auch auf
Englisch?

Mittlerweile finde ich, muss man wahrscheinlich jedes Referendum für sich betrachten. Es gibt immer grosse Gemeinsamkeiten, aber dann doch wieder regionale Besonderheiten.

Ich stimme Satanowski zu, wenn er sagt, dass es sich meistens um wirtschaftlich starke Regionen handelt, die sich trennen wollen. Er nennt die schwächeren Regionen „Bettler“.

Leben die „Bettler“ auf Kosten der Fleissigen?

Woran liegt es denn, dass manche Regionen stärker als Andere sind? Sind die Menschen in Katalonien fleissiger? Oder haben die nur Glück gehabt mit Industriestandorten und der geographischen Lage? Natürlich auch die Architektur in Barcelona und der Tourismus.

Oder ist das einfach nur ein Irrglaube? Sind nicht Regionen wie Malaga, Sevilla oder Grenada auch reich? Warum wollen die sich nicht abspalten? Wie sieht es in Deutschland aus? Man redet da immer nur von Bayern, dass sich abspalten könnte. Warum nicht andere Bundesländer? Sind die nicht reich genug? Warum? Sind die Leute dort weniger fleissig?

Was Kurdistan betrifft, Zitat Ischtschenko: „Kurden handeln wesentlich cleverer als Spanier. Sie stimmen für die Unabhängigkeit ab, sagen aber gleich, dass es eher um eine Deklaration geht und eine Separation nicht notwendig ist, bis das Ölkuchen zwischen der Regierung und Kurden verteilt werden kann. Spanische Regierung dagegen handelt stumpf und gibt Katalanen keine Handlungsmöglichkeiten.“

Naja, möglich, dass die Kurden Zeit gewinnen wollen. Aber dass Barzani jetzt noch nicht ein unabhängiges Kurdistan ausruft, ist auf das veränderte Kräfteverhältnis zurückzuführen und ob sich das in 2 Jahren zu seinen Gunsten verändern wird, das bezweifle ich stark.

Satanowskis‘ Antwort dass im Orient nicht Diplomatie und Demokratie sondern Anzahl von Bajonetten entscheiden, Volkswille hin oder her, dann gebe ich Ischtschenko Recht, wenn er sagt, dass das in Katalonien jetzt nicht anders ist. Letztendlich entscheidet die Faust. Das Recht des Stärkeren.

 Kommentar (25480) von Ixus am 3. Oktober 2017 um 14:50

@ Demeter

>> Gibt es die auch auf Englisch?

Moin lieber Demeter,

es gibt leider gar keine schriftliche Übersetzung, deswegen ich einen Auszug aus einer Radiosendung überliefert habe.
(Sender: Vesti FM,
Radiokolumne von Satanovski „Von zwei bis fünf“,
http://radiovesti.ru/brand/61009/)

Wenn Sie möchten, lassen Sie den größeren Textausschnitt von der Seite http://radiovesti.ru/brand/61009/episode/1548685/ bei einem online Übersetzer durchlaufen.

>> Was Kurdistan betrifft…

Naja, möglich, dass die Kurden Zeit gewinnen wollen. Aber dass Barzani jetzt noch nicht ein unabhängiges Kurdistan ausruft, ist auf das veränderte Kräfteverhältnis zurückzuführen…

Laut Satanowski (wieder sinngemäß, nicht wortwörtlich):

„Es geht um Machtkampf zwischen den alten und jüngeren Eliten. Der Barsani unterschrieb bereits vor dem Referendum ein Abkommen, dass weder er noch sein Clan an der Macht bleiben wird. Zudem – bei der Machtverlust – sollen Barsanis und Talabanis dem Volk erklären, wo milliardenschweren Investitionen verschwunden sind. Also ist zu keiner richtigen Zeit passendes Referendum nichts anderes als Pokerspiel der Eliten.

Kurdistan lebt alleine von Ölexporten.

Und wenn wir von der Komplexität der Verhältnissen reden, so ist zu beachten, dass die irakischen Kurden die ersten waren, die den erstandenen IS mithilfe von israelischen Waffen bekämpften, andererseits die IS Tanklasterkolonnen nach die Türkei durchließen.

Russland hat diese Öl Route 2015 unterbrochen. So können jetzt Kurden eigenes Öl nur nach die Türkei durch „legale Pipelines und Laster“ oder Richtung Basra (bzw. Bagdad) pumpen. Kurdistan ist 100%-tig auf die Importe von Lebensmitteln und sämtlichen Waren von der Türkei und dem Iran abhängig.“
(Zitatende)

***
Jetzt meine gewagte Schätzung.

Dass die irakischen Kurden mit ihrem Referendum Tumulten im Iran, der Türkei und Syrien anstacheln können, passt allen drei Ländern nicht und dient nicht der Stabilität.
Die Türkei – die den einzigen Grenzübergang zum Kurdistan besitzt / der Rest liegt im Gebirge – droht die Pipelines vom übrigen Irak durch das iranische Territorium zu ziehen. Dies ist aber eher Wichtigtuerei, die haben keine Chance durch Gebirge Tausende Kilometer Pipelines zu ziehen.

Eindeutig ist, dass die irakischen Kurden ohne Nachbarn sofort zusammenbrechen.

Schauen wir die Reaktionen von allen Akteuren an:

– Israel erkennt die Ergebnisse an
– amis sagen, die Beziehung zu dem Kurdistan ändert sich nicht
– Russland sagt, die irakische Verfassung hat den Vorrang
– die Türkei und die Zentralregierung in Bagdad drohen Ölimporte und alle Exporte zu kappen, und halten eine Invasion für offen
– der Iran droht auch mit einer wirtschaftlichen Blockade

Aus diesen diplomatischen Formulierungen folgt eine Gewinner-Verlierer Rechnung.

– Amis + Israelis : ein Remis Spiel. Es ändert sich nichts.
– Kurden (als Volk): ein Remis Spiel. Sie bekommen keine neue Präferenzen von Bagdad, da sie maximal davon bereits profitieren, mit allen Autonomie- und Beteiligungsrechten. Ihre Delegation vor dem Referendum wurde von der Regierung bereits abgewiesen.

– Clans Barsani + Talabani + die oppositionelle Partei Ghorran: Kleingewinner, das Volk wurde durch Hype von Korruptionsskandalen abgelenkt
– Iraner + Türken + Iraker: mittlere Gewinner, da sie gegen Kurden und amis zusammenrücken.

– Großgewinner: Russland. Sieh den Eilbesuch von Putin zu Erdogan.
Wenig Information nach draußen, große Auswirkung.

Für Erdogan: Verstärkung bei der Innenpolitik. Die türkische Presse verkauft den Besuch als tatkräftige Unterstützung von Russland gegen rebellierenden Kurden.

Für Russland: Referendum treibt amis und Türken auseinander und pflastert den Weg zur Teilnahme der Türkei an der Vernichtung al-Nusra in Idlib mit Erzwingen Ahrar ash-Sham von kriegerischen Handlungen Richtung Verhandlungstisch in Astana.
(Die wirtschaftlichen Bewegungen sind unbekannt; es ist nicht auszuschließen, dass Putin Erdogan dazu brach , in den Bau von AKW Akkuyu bzw. Turkish Stream mehr aus eigener Tasche zu investieren)

– Großverlierer: der IS. Als Ergebnis von diplomatischen Verhandlungen seitens Russland stoppen Ankara und Erbil fast vollständig Abnahme vom Erdöl.
Sieh als Nachweis Sputnik:
https://de.sputniknews.com/politik/20171003317696133-einkommen-oelverkauf-verlust-aktivitaeten/

 Kommentar (25521) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 3:59

Die Türkei – die den einzigen Grenzübergang zum Kurdistan besitzt / der Rest liegt im Gebirge – droht die Pipelines vom übrigen Irak durch das iranische Territorium zu ziehen. Dies ist aber eher Wichtigtuerei, die haben keine Chance durch Gebirge Tausende Kilometer Pipelines zu ziehen.

Da möchte ich ergänzen und auch auf eine sehr große aber kaum je beachtete Figur auf dem Feld verweisen: Afrika.

Warum? Gegenfrage: Warum gibt es seit Jahren großen Ärger mit Piraten von der somalischen Küste bis zu der von Oman? Reicht es bei den nato-Mächten nur zum notdürftigen Patrouillieren, aber nicht dazu, einen mit Motorbooten und meist uralten Handwaffen oder einer gelegentlichen (ebenfalls veralteten) RPG ausgestatteten fünftrangigen Gegner anzugreifen und entscheidend zu schlagen?

Zugleich gab es Jahrzehnte lang nur eine große Militärbasis in der Region (Kleinkram wie das französische Lager zähle ich nicht mit), nämlich die der amis, die nebenbei bemerkt, vor gar nicht langer Zeit plötzlich auch einen Kommandobereich Afrika schufen. Mittlerweile haben auch die Chinesen eine, gleich ums Eck; eine Situation, die den amis so gar nicht schmeckt, an die sich aber gewöhnen sollten, genauso wie an den Gedanken zu gehen.

Sehen wir einmal von den westlichen „Reaktions-“ und „Schutzkräften“ ab; Wer in der Region verfügt über beträchtliche Stärke? Der Iran, niemand sonst. Womit wir beim Dreh und Angelpunkt meines Beitrags wären: Alle sehen den Iran als gegenüber von sau arabien und etlichen nato Basen, oder/und als durchs kaspische Meer direkt mit Russland verbunden. Aber der Iran ist noch etwas, nämlich das stabile Eintrittstor in den – recht kurzen und gut kontrollierbaren – Meereskorridor Eurasien-Afrika. Und dieser Korridor überdeckt sich justamente dort auch noch mit dem von Fern-Ost nach Europa via Suez-Kanal.

Und so macht auch die türkische Drohung durch Sinn. Wir reden da auch nicht von Tausenden Kilometern; das Herzstück, um das es geht und wo alles zusammenlaufen könnte ist nur ein paar Hundert km hoch und breit – und: *nicht* unüberwindbar; dort wurden schon vor 100 Jahren Eisenbahnen gebaut.

Das *wirkliche* Problem sind die kurden. Man könnte iranisches, kuweitisches und irakisches Erdöl Richtung Nordwesten führen, aber dann müsste man entweder durch den südlichen Irak Richtung Syrien (na sowas!) oder aber im Iran hoch bis Armenien und dann die sehr schwierige Nordküste der türkei (Erdbebenzone) entlang.
Oder aber vergleichsweise bequem und kurz, aber durch kurdische Gebiete. Welch Zufall, dass die amis genau da für Ärger sorgen, wo die anderen ihre pipelines bauen und damit die *gesamte* Region stärken könnten.

Den Spieler türkei betreffend scheint die Sache klar: Der wesentliche Grund für deren schon ewige Machtallüren ist die geographische Lage. Mir scheint, Präsident Putin hat es vermocht, Hr. erdogan erfolgreich zu erklären, dass eben diese Lage der türkei auch in der neuen multipolaren Weltordnung eine durchaus hübsche und ergiebige Position einbringen könnte – und zwar als Gelenk und Transfer-Land.
Allerdings: Um an diesen Kuchen zu kommen, muss die türkei durchgängig befriedet und kalulierbar sein. Aus russischer Sicht scheint das zu heissen, dass man auf diplomatischen Wegen versuchen sollte, den kurden klar zu machen, dass es niemals ein kurdistan, wohl aber, Vernunft und Verlässlichkeit vorausgesetzt, beträchtliche Autonomie und einen ordentlichen Lebensstandard geben könnte. erdogan dagegen dürfte eher auf Unterjochung und Vernichtung setzen; das ist übrigens gar nicht so verkehrt aus seiner Sicht, da er nunmal nicht die Mittel Russlands hat.
Ich erkläre: Würde Russland je sagen „Es reicht, ihr verdammten kurden, jetzt schicken wir Militär“, dann würden die kurden sofort kuschen, weil sie wissen, dass sie null Chancen haben und einfach nur als gelöstes Problem unter der Erde enden würden. Wenn allerdings erdogan das selbe sagt, so heisst das wenig; die kurden haben sich genug Gefechte mit den türken geliefert und sie haben genug (obendrein schwieriges) Hinterland.

Eben deshalb schrieb ich vor einigen Tagen, dass die kurden fertig haben. Entweder weil sie’s kapieren, die amis verraten und *klar und ohne wenn und aber* die RF/SY/IR Kräfte unterstützen und sich mit einem guten Maß an Autonomie – aber unter Hoheit von Damaskus und Bagdad – begnügen (und dabei genug Essen auf dem Tisch haben werden) – oder aber weil sie noch ein paar Russen massakrieren und damit etwas auslösen, was Dimensionen zu groß für sie ist und notwendig schlecht für sie endet.

isis *wird* zerstört, die amis *werden* Stück für Stück aus der Region vertrieben und in Afrika schon frühzeitig gestoppt und die pipelines *werden* kommen.

Der Grund ist einfach. Russland und China sind stärker als die nato inkl. Kötern und terroristen-Banden. Und, sehr wichtig: Schach-Go.

Erklärung: Man sagt oft grinsend, die Russen spielten Schach während die amis pokern (und obama erfreut „Bingo!“ rief). Das ist richtig, aber es ist nicht einmal die halbe Wahrheit. Die spielen nicht Schach, sondern Schach-Go.
Bei Schach geht es stark um die Figuren. Bei Go (eigentlich „Yi“) dagegen gibt es einfach nur Steine ohne jeden Unterschied in Rang oder Freiheitsgraden. Beim Schach gibt es ein definiertes Ziel und auf dem Weg dahin gilt das Schlagen gegnerischer Figuren als Unterziel; Beim Yi/Go gibt es kein definiertes Ziel wie „Nimm Figur X gefangen“ sondern einen nicht an dieser oder jener Figur festzumachenden Ziel-Zustand. Und: Beim Yi geht es um Freiheit (deren erstrebte Erhaltung).
Die Anzahl der möglichen Situationen beim Yi ist um (mehr als 100) Dimensionen größer als die beim Schach.

Und es gibt noch weniger leicht zu fassende aber äusserst entscheidende Faktoren. Zum Beispiel lässt sich sagen, dass Go eine sehr erhebliche Anbindung an Kultur und reale, insb. auch militärische Situationen hat und dass ein Volk mit sehr alter Kultur notwendig erheblich leistungsfähigere Yi Spieler hervorbringt als eines mit einer relativ neuen und sehr primitiven „Kultur“ wie die usppa.

Wirklich spannend aber wird es an der Stelle, wo Schach und Yi verknüpft werden und ganz neue Dynamiken entstehen, wo insbesondere Steine unterschiedliches Gewicht und Kampfstärke haben. Diese Verbindung, die aus westlicher Sicht Vorteile durch stärkere Figuren zu haben scheint, erweist sich als äusserst wesentlich und kraftvoll in der Transposition bzw. Anwendung in der Realität, weil, ganz im Gegenteil, die beim Yi gleichwertigen Figuren eine weitere Limitierung erfahren (die der Schachfiguren), was Schach-Go sehr nahe an die Realität bringt. Um es in eine griffige Formulierung zu packen: Ein Militär, dessen Akademien Schach-Go vermitteln, wird sehr überlegene Offiziere hervorbringen.

Man kann den kurden nur raten zu tun, was die Iraner offensichtlich schon lange tun und was den amis mangels Geist, Kultur und Geschichte völlig unzugänglich bleibt, während es in Russland und China mehr und mehr Früchte trägt: Denkt in Schach-Go, erkennt das Spielfeld und eure Poition und Freiheitsgrade darin! Oder geht unter.

 Kommentar (25405) von Robert NS CA am 2. Oktober 2017 um 17:28

(gelöscht)

Ich danke Ihnen für das Lob (das fairerweise auch gelöscht wurde), aber:

Schauen Sie, ich verstehe ja, dass die ganzen Sauereien in der Welt mit immer denselben gewissen Gruppen dahinter einen wütend machen können und dass die Wut auch mal rausgebrüllt werden muss. Nur: Ein recht lieblos rausgeknalltes Textmonster von sehr beträchtlicher Länge, dazu noch kaum strukturiert (z.B. Absätze) dient niemandem, nicht mal Ihnen selbst, weil das niemand liest.

Machen Sie’s in etwas kleineren Portionen, ein bisschen strukturiert und lesbar und ein bisschen weniger polternd und ich lasse es durch. – Russophilus

 Kommentar (25438) von Robert am 3. Oktober 2017 um 4:23

(gelöscht)

Mit unterschiedlichen Namen hier aufzutreten, senkt Ihre Glaubwürdigkeit auf Null. Und Ihre denglischen Texte machen’s nicht besser.
Sorry, aber an Verarsche sind wir hier nicht interessiert. Gehen Sie bitte. – Russophilus

 Kommentar (25409) von Yorck am 2. Oktober 2017 um 19:09

…es ist völlig egal, ob Soros es finanziert hat…….. wichtig ist, dass dieses vsa-Zionistengebilde, im Inneren einen weiteren Spannungsherd hat……. je mehr, desto besser….

…..dazu noch die jährliche Umvolkung, durch Millionen Araber, Neger usw….

……das vs-Imperium, wird von Nordkore auf Trab gehalten…….. RUS, CHIN usw. können zuschauen…….

…..gehört nicht zum Thema, aber indirekt doch……

Sputnik schreibt, ….. „Kaukasus: Pakistanische Soldaten erteilen Russen einen Unterricht“….

https://de.sputniknews.com/politik/20171002317681663-pakistanische-soldaten-erteilen-russen-kochunterricht/

….zum Ersten Mal, Pakistanisches Militär in Russland, welche gemeinsam üben….. Kochen, Scharfes Hammelfleisch und Geländetarnung…….????? ….im Nordkaukasus ???, da wohnt auch der Tschetschenische Führer, Achmad Kadyrow….. ebenfalls, Sunitischer Moslem…. ????????

……au wei, au wei, Wladimie Putin, rekrutiert sunnitische Inder aus Pakistan, für die SCO und BRICS……. ??????

…vsa, äh-Uh, NATO, ich sehe schwarz vor Euche….

….denke, Russophilus, wird diese 4 Sätzelein durchlassen…..

Gruß Yorck, Fränzelsmühle

 Kommentar (25411) von Yorck am 2. Oktober 2017 um 20:05

…..vsa Minus 50 in Wittenberg, – 1……. vor paar Tagen, in Frankreich -2, denke, dass passt ????

…..hoffe, das es so weitergeht…..???

Gruß Yorck, Fränzelsmühle

 Kommentar (25414) von Yorck am 2. Oktober 2017 um 20:56

…liebe Kameraden und Genossen, wie viele Insassen der vsa-Kolonie gemeuchelt werden,entweder durch Insassen, oder „Fachkräfte“, interessiert mich nur nebenbei..

…hier aus Syrien, die vsa-Zionisten, schicken ihr letztes Aufgebot, gegen die Syrische Armee und Verbündete, südöstlich von Palmyra und werden von der Russischen Luftwaffe, alle vernichtet…..

Syrien Nachrichten Syrien Krieg Karten
„VIDEO: Russische Kampfflugzeuge verwüsten ISIS inmitten Armee Fortschritt in Deir Ezzor“

https://muraselon.com/en/2017/10/video-russian-warplanes-devastate-isis-amid-army-advance-deir-ezzor/

…gleichzeitig rückt die SAA an der Jordanischen Grenze, gegen die vsa-Söldner vor……

…der ISIS Aufstand in Karjatain, dürfte morgen zu Ende sein…..

Syrische Armee bereitet Endkampf gegen ISIS in Karjatain.

https://muraselon.com/en/2017/10/syrian-army-readies-final-battle-isis-al-qaryatayn/

…nachdem die „Aufständischen“, vor 3 Monaten ein Versöhnungsabkommen unterzeichnet haben, jetzt wieder anfangen, dabei 8 Syrische Soldaten öffentlich hingerichtet haben, wird es von Seiten der SAA, keine Gnade mehr geben……. auf Twitter, wurden gestern Kommentare gesendet, welche diese 3 Ortschaften, im Prinzip zur totalen Vernichtung preisgeben…….. die „Schlimmsten Orte der Islamisten“…..

…..am Euphrat geht es abwärts, nach Al-Mayadeen, die letzte Hochburg der vsa-ZIONISTEN-Isis……. ausgeführt von den Tiger-Verbänden, des Generals Suhail al Hassan….

…..denke, wenn dieses Gebiet befreit wird, ist der vsa-isis-Staat, da keinen Rückhalt mehr, total zusammengebrochen…… ???

https://muraselon.com/en/2017/10/map-syrian-army-begins-operation-towards-isis-held-al-mayadeen-deirezzor/

….sind die Casinos, in Las Vegas noch offen ????

Gruß Yorck, Fränzelsmühle

 Kommentar (25415) von Felix Klinkenberg am 2. Oktober 2017 um 21:02

Bei Katalunya, liegt der Fall, doch ein wenig anders. Katalunya, war immer der Kern der Demokratie, auch während der Republik. Sie waren dann die letzte Bastion, gegen die Blut Walze, der Faschisten Franco, Hitler, Mussolini. Die Guardia Civil, sind in Katalunya, nicht umsonst so VerhaSSt, denn fast alle Katalanen, haben Verwandte und Freunde, die von ihnen Ermordet, Gefoltert, Vergewaltigt wurden. Es war bis zum Ende, von Franco, sein Repression-Instrument. Nachdem Franco persönlich, die Blaublütige Faschisten Brut, als Königshaus Eingesetzt hatte. Die Partei von Franco, nicht Aufgelöst wurde, so das der Nachfolger, von Franco, als Vorsitzender der Partei Francos, Spaniens Präsident ist und nach etlichen Versuchen, die Realität in Spanien Demokratisch, mittels Wahlen zu Demokratisieren, hatten die Katalanen jetzt wohl die Hoffnung auf Demokratie Aufgeben und sehen ihr Heil, nur noch in ihrem Stamm. dem vereinten Volk, der Katalanen.
Dieses Demokratieempfinden, ist in den Katalanen so tief Verankert, so das sie durch die jetzige Wirtschafts-Krise, mittels ihrer Basisdemokrantischen und Nachbarschaftlichen Strukturen, besser durchgekommen sind, wie der Rest in Spanien.
Wobei die Katalanische Polizei und andere öffentliche Dienste , natürlich ihre Familien, Freunde und Mitbürger Verteidigt haben. Wenn es keine Gegenwehr gegeben hätte, dann hätte die Guardia Civil, die Wahl total Wegprügel können.
https://deutsch.rt.com/europa/58317-nicht-nur-aggression-momente-emotion-katalonien-polizei/
https://deutsch.rt.com/kurzclips/58349-katalanen-vertreiben-polizei-aus-ihrer/

 Kommentar (25434) von Russophilus am 3. Oktober 2017 um 1:50

Ich will ja nicht stören, aber: madrid ist derzeit „links“, während der Katalonenchef einer Art cdu angehört (einer, die pro-autonomie ist).

Ich denke, dass die klassischen (oder gar festgebissenen) „rechts“ vs „links“ Muster und nicht weiterbringen, u.a. und vor allem, weil sie nicht mehr stimmen. Bei uns z.B. haben sich die Faschisten und Gewaltbanden wie antifa heute „links“ angemalt während am (angeblich) extrem „rechten“ Rand die GG-respektierende AfD ist, die in so manchem eine erheblich „linkere“ Linie fährt als die „regierung der politischen Mitte“.

Und bitte: Lassen wir Hitler und Franco und Lenin und Marx doch endlich in den Gräbern.

 Kommentar (25452) von The Reds am 3. Oktober 2017 um 9:00

@Russophilus
Die Vergangenheit wirkt, spielt also eine wirkungsvolle Rolle in der Wirklichkeit – Menschen können in ihren Gräbern ruhen, ihre Werke wirken.
Und Madrid mag von Podemos geführt werden, nicht aber Spanien: Rajoy ist ein neoliberaler Vasall und gehört zu denen, die Merkel sofort zum Wahlsieg gratuliert haben, sprich zu den Handlangern des tiefen Staates.

Es ist empörend, dass der Polizeieinsatz in Katalonien genau so ignoriert wird wie occupy in Seatle 1999, wie in Genua 2001, in Heiligendamm 2007, in Frankfurt (blockupy 2012 ff.), Stuttgart (Schwarzer Donnerstag 2010) oder Hamburg 2017 und vor allem beim Maidan, Kiev, Odessa, Mariupol.
Es ist der tiefe Staat (z.B.Soros), der es absichtlich unmöglich machen will, die „richtige“ Seite einzunehmen, indem er beide Seiten finanziert (Muster Iran-Irak-Krieg in den 1980ern).
Der „common sense“, dessen Kriterien Gemeinwohl, Menschenrechte und Völkerrecht sind, also verlässlicher Maßstab für „richtig“, lässt sich nicht durch Verwirrspiel und Chaos beirren, das die Medien (fake news) auf Geheiß und Geld des tiefen Staates veranstalten.

 Kommentar (25426) von Müller am 3. Oktober 2017 um 0:31

Zum besseren Verständnis eine Frage: Was bedeuten denn die beiden „p“ in usppa? Der ‚Gockel‘ liefert nur unbaruchbare Ergebnisse dazu.

 Kommentar (25435) von Russophilus am 3. Oktober 2017 um 1:54

united states of a part of a part of America.

Amerika ist ein Doppelkontinent. Nord-Amerika ist also nur ein Teil. Das gewisse Land wiederum umfasst keineswegs – nicht mal annähernd – Nord-Amerika sondern nur einen Teil davon.

usppa ist also die korrekte Bezeichnung für das Land der Großmäuler, Lügner, Angeber, Räuber und Massenmörder, die mit „usa“ schon wieder das dumme verlogene Maul *viel* zu groß aufgerissen haben.

 Kommentar (25441) von Robert NS CA am 3. Oktober 2017 um 5:58

(gelöscht)

Nein, Starrsinnigkeit und Dreistigkeit helfen Ihnen hier nicht weiter. Sie sind mit sofortiger Wirkung gesperrt – Russophilus

 Kommentar (25454) von The Reds am 3. Oktober 2017 um 9:08

@ USA
Für meinen Geschmack würde es reichen, dies aufzuspießen, indem man von US of A schreibt, das sieht noch peinlicher aus und muss nicht eigens erklärt werden.

 Kommentar (25436) von Oncken am 3. Oktober 2017 um 2:08

In früheren Zeiten hätte Madrid die Führung und die Initiatoren des Referendums festnehmen lassen. Warum hat Madrid nicht die Regierung Kataloniens festnehmen lassen? Stattdessen Bilder der Gewalt gegen die Bürger Kataloniens. Madrid scheint am längeren Hebel gesessen zu haben, vermasselt es aber. So als wollte Madrid das Chaos. Absicht? Brüssel hat aus dieser Perspektive auch verloren.

 Kommentar (25446) von Kropotkin am 3. Oktober 2017 um 6:56

Mal was Anderes, sorry.
Ich find sehr interessant, wie die Russen Informationen druchstechen bzw. wie das ganze Procedere bzgl. der S-400 für die Türkei läuft.
Bitte schaut Euch diesen link mal an:
https://de.sputniknews.com/politik/20171002317691355-s-400-deal-tuerkei-bekommt-keine-russischen-codes/

Worum gehts? Darin wird gesagt, dass die Türken weder essentielle Codes , noch Wartung der System übernehmen können/dürfen. Ich nehme natürlich an, dass dies klar aus den von beiden Partnern unterschriebenen Verträgen hervorgeht und nix Neues für die Türken ist.
D.h. letztendlich, dass die Russen bestimmen, was abgeschossen wird und was nicht. Und daraus folgere ich , dass die strategische Zusammenarbeit zwischen Türkei und RF weiter ist, als zumindest von mir, gedacht/gewusst.
Da wird dann auch klar wie sehr sich der Ami wohl ärgert. Geht es doch nicht nur um den „Verlust“ von Geschäft. Es geht um strategischen Verlust.
Wahrscheinlich wisst Ihr das Alles schon. Aber mir schmeckt der Kaffee grad erheblich besser.

 Kommentar (25456) von Ekstroem am 3. Oktober 2017 um 10:13

Werter Russophilus, Danke für Ihren Artikel.
„Visionärer Artikel“ [ich respektiere Ihre Haltung dazu] habe ich absichtlich nicht geschrieben, obwohl er es ist.
Denn neben Ihrer wie immer fundierten Analyse sprechen Sie einen wichtigen Punkt an, wie wir [!] zukünftig die Gesellschaft gestalten können:

„auch die Nationalstaaten sind oft bereits zu große und nicht mehr menschengerechte Konstrukte.“

„Natürlich, (…], gibt es Dinge, die für Regionen nicht machbar sind und natürlich müssen Regionen auch brauchbar kommunizieren und interagieren. Kurz, es wird immer auch das Große geben, das `Europa´ z.B. […], aber in einer gesunden Form.“

Die Rückkehr zu mehr Selbstbestimmung der Regionen ist wichtig für eine nachhaltige Veränderung der gegenwärtigen Zustände. Wie das aussehen könnte, da können wir uns doch schon jetzt Gedanken machen. Oder auch Ideen, Programme, [Visionen] dazu entwickeln.

Diese Rückkehr zu mehr Selbstbestimmung sollte bei den Regionen nicht haltmachen. Auch die Gemeinden brauchen das. Gerade die Gemeinden, denn sie sind Grundbausteine des Gemeinwesens.

Es gibt da schon Ansätze, Ideen und Bewegungen.
Zwei möchte ich ganz kurz beschreiben.

I. Die Allmende Bewegung.
Allmende ist altdeutsch und meint Gemeingüter. Diese waren über Jahrtausende Teil der Eigentums- und gesellschaftlichen Struktur unserer Ahnen. Und das hat funktioniert. Das gemeinsame Weideland und der Wald waren beispielsweise Allmende.
Hier zwei PDFs, die Einblick geben:

Ein Weg jenseits von Ideologien, Markt und Staat
https://commonsblog.files.wordpress.com/2012/03/seiten-aus-gewinn_fuer_alle-commons-kapitel.pdf

Elinor Ostrom und die Wiederentdeckung der Allmende
http://www.bpb.de/apuz/33204/elinor-ostrom-und-die-wiederentdeckung-der-allmende?p=all

II. Die Permakulturbewegung.
Hier ein Link, um eine Idee davon zu bekommen:

https://experimentselbstversorgung.net/permakultur/

Dies sind die zwölf Gestaltungsprinzipien der Permakultur:

1. Beobachte und handle.
„Schönheit liegt im Auge des Betrachters.“
2. Fange Energie ein, und bewahre sie.
„Schmiede das Eisen, solange es heiß ist.“
3. Behalte die Ernte im Blick. „Wer arbeiten will, muss essen.“
4. Vertraue auf Selbstregulierung, lerne aus den Ergebnissen.
„Die Sünden der Väter suchen die Kinder heim.“
5. Nutze erneuerbare Ressourcen und Leistungen.
„Geh mit dem Lauf der Natur.“
6. Produziere keinen Abfall.
„Spare in der Zeit, so hast du in der Not.“
7. Gestalte erst das Ganze, dann das Detail.
„Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.“
8. Integriere, statt zu zerteilen.
„Viele Hände, schnelles Ende.“
9. Setze auf kleine, langsame Lösungen. „Eile mit Weile.“
10. Nutze und schätze die Vielfalt.
„Nicht alle Eier in einen Korb legen.“
11. Nutze Randzonen, und schätze das Marginale.
„Auch unbetretene Pfade können Holzwege sein.“
12. Nutze Veränderung, und reagiere kreativ darauf.
„Die Kraft der Vision ist, Dinge nicht so zu sehen, wie sie sind, sondern so, wie sie einmal sein werden.“

Es gibt schon viele positive Ansätze auf vielen gesellschaftlichen Gebieten. Die können wir uns anschaun und davon lernen, um Neues [das nicht selten auf Bewährtem aufbaut] zu entwickeln.

 Kommentar (25465) von diff am 3. Oktober 2017 um 11:41

Interessante 12 Punkte, werter Ekstroem, aber zum 12. Punkt würde ich gerne anmerken, dass meiner Meinung nach nur die Dinge zu sehen wie sie sind, die Veränderung schafft. Sieht man die Dinge nicht wie sie sind, behindert man also die Veränderung, weil man von falschen Voraussetzungen ausgeht.

 Kommentar (25500) von Ekstroem am 3. Oktober 2017 um 20:09

@ diff.
Was sieht die Familie, die sich ein unbebautes Grundstück anschaut: Ihr zukünftiges Haus.
Oder was sieht sie, wenn sie ein baufälliges Haus auf einem zugemüllten Grundstück sieht [das sie erbt]?
Ein von Grund auf renoviertes, umgebautes, ihren Bedürfnissen entsprechendes neues Haus.

Genauso können wir unser gemeinsames Haus anschaun.
Mit diesem Blick sollten wir unsere Gesellschaft betrachten und uns fragen:
Was sind unsere wirklichen Bedürfnisse?
Wie möchten wir zusammenleben?
Wie möchten wir mit der Natur umgehen – mit den Tieren, den Pflanzen, dem Boden und der Luft?

 Kommentar (25539) von diff am 4. Oktober 2017 um 10:46

@ Ekstroem. Ja schon. Aber auch die Familie, die sich ein Grundstück anschaut und bereits ihr Haus sieht, muss um das Haus zu verwirklichen, von dem ausgehen, was es jetzt (!) hat. Wir können nicht in der Zukunft leben, weil die Zukunft jetzt ist. Wir verpassen das Leben, wenn wir immer nur das Nächste sehen. Darauf wollte ich hinweisen.

 Kommentar (25491) von Bilito am 3. Oktober 2017 um 17:42

@Ekstroem
Im ersten Antrieb wollte ich Ihnen ja raten, sich Punkt 6 zu Herzen zunehmen, bevor Sie Ihre Kommentare schreiben, aber irgendwie fand ich Ihren großzügigen Griff in „Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon“ dann doch schon sehr erheiternd. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, den „Sloganizer“ für Ihre Beiträge einzusetzen? Empfehlenswert ist auch der englischsprachige „New-Age Bullshit Generator“, den wohl Deepak Chopra einsetzt. Da müssten Sie die Sprüche halt noch übersetzen. Auch der deutsche „Sprichwortgenerator“ erzeugt vielerlei eingängigen Unsinn im Stile von: „Faulheit ist dicker als Wasser“, „Viele Köche holt am Abend die Katze“, „Die Hoffnung steckt im Detail“, „Lieber Vorsicht als Nachsicht“, „Nur wer gegen den Strom schwimmt, isst mit dem Teufel aus der gleichen Schüssel“, u.v.m.
Vielleicht sollten Sie es einmal mit des Pittakos Maxime versuchen (bisweilen auch dem Hesiod zugeschrieben): „Die Hälfte ist mehr als das Ganze.“

 Kommentar (25533) von Ekstroem am 4. Oktober 2017 um 8:37

@ Bilito.
Was kratzt es die Eiche …

 Kommentar (25457) von tugrisu am 3. Oktober 2017 um 10:15

Putins großes Köpfe-Rollen

Gleich scharenweise entdeckten in den letzten Tagen und Wochen Gebietsgouverneure und andere Regionalfürsten der russischen Provinz, vergleichbar in etwa mit den deutschen Ministerpräsidenten, dass es an der Zeit ist, aus Altergründen und für eine Verjüngung des Staatsapparates zurückzutreten.

https://www.youtube.com/watch?v=fPuiuiy21g8

 Kommentar (25459) von Ekstroem am 3. Oktober 2017 um 10:27

Ergänzung zum Beitrag von vor ein paar Minuten:

In Rußland gibt es eine starke Bewegung, aufs Land zu ziehen und autonome Gemeinschaften zu gründen. Diese Bewegungen werden von Putin unterstützt.
Die bekannteste ist die Anastasiabewegung.
Sie hat Ableger weltweit, insbesondere auch in Deutschland.

 Kommentar (25460) von diff am 3. Oktober 2017 um 10:37

Interessanter und kritischer Artikel vom Nachtwächter zum Las Vegas Shooting

http://n8waechter.info/2017/10/las-vegas-ein-narrativ-auf-toenernen-fuessen/

 Kommentar (25461) von vidga am 3. Oktober 2017 um 10:37

zu Katalonien
# Schaffung des ersten MultiKultiStaates über den Unabhängigkeits“hebel“ als *Story*
# Schaffung eines universellen Einfalltores nach Europa – Möglicherweise hatte man da eigentlich auf Deutschland/Merkel gehofft, aber die Reaktion der deutschen Bevölkerung komplett falsch eingeschätzt.

zu Las Vegas
Der ideale Attentäter – Weiss. Männlich. Wohlhabend.
Nun kann *man* daran gehen der US-amerikanischen Bevölkerung die Waffen wegzunehmen und ebenso zu domestizieren wie in Europa und anderen GlobalistenGebieten. Jetzt wird Trump zeigen müssen auf wessen Seite er steht. Eventuell bekommt er dann endlich das *Schwert* welches Ihm bisher gefehlt hat. Die Nachwirkungen dieses *Plots/Attentates* werden spannend und aufschlussreich sein.

 Kommentar (25462) von sloga am 3. Oktober 2017 um 11:02

Eine kurze Stellungnahme des serb. Präsidenten zu den Vorkommnissen in Spanien.

Als sie Entscheidungen fällten und meinten, die Grenzen am Balkan verändern zu können, da dieses Gebiet nicht zur eu gehört, haben sich viele Weltmächte mit dem Schicksal einiger Staaten gespielt.

Heute ist ihnen nicht zum Spielen, da „der Bär (Anmk: im Sinne von Schicksal oder Problem) an ihre Tür klopft“. Wie sie das (Anmk: dem griech. Präsidenten, der auf Staatsbesuch in Belgrad ist) übersetzen werden … ich habe keine Ahnung …

Jetzt ist die Situation sehr ernst. Uns Serben bleibt lediglich, für unsere Zukunft zu kämpfen. Mit unserem Nachbarn – den Albanern – an all den Problemen zu arbeiten. Allen europäischen Ländern – Spanien, Slowakei, Rumänien, Zypern und Griechenland – dankbar zu sein, die die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkannt haben. Um unser Land zu kämpfen und danach zu trachten, die Probleme zu lösen.

Es ist bisher das beste Beispiel von doppelten Standards und Scheinheiligkeit der Weltpolitik. So einfach das Thema für Euch Griechen erscheint, so schwerwiegend ist es für uns bzw. verursacht sehr viel an Emotionen.

Ausgehend vom Grundsätzlichen: Serbien unterstützt die territoriale Integrität des uns freundschaftlich gesinnten Königreichs Spanien. Ich haben sowohl dem span. Premier als auch dem König meine Unterstützung kundgetan, so wie die Spanier in der Vergangenheit felsenfest hinter der Integrität und Souveränität Serbiens standen. PUNKT. Was diese Frage anbelangt …

Was für uns ein Problem darstellt über das ich ehrlich und offen sprechen möchte, ist die Tatsache (ich habe gerade die Information bekommen, dass die eu-Kommission das Referendum in Katalonien für „illegal“ erklärt hat) … besser gesagt; die Frage eines jeden Serben; eine sehr einfache Frage: „Wie konnten ihr eine Abspaltung – sogar ohne Referendum! – als legal ausrufen? Wie konnten 22 Länder der eu eine Abspaltung als legal und legitim ausrufen, wobei nicht einmal ein „proforma Referendum“ durchgeführt wurde? Dabei internationales Recht missachtend; europ. Recht missachtend … jene Politik, die den Grundstein/die Basis der eu darstellte.

Was soll ich nun tun, wenn ich nach Brüssel gehe? Welche Fragen soll ich stellen? Wie soll ich zum Ausdruck bringen, dass wir Serben am Schlimmsten behandelt werden? Wie kann es sein, dass in Katalonien das Referendum ungültig ist … und beim Kosovo geht es ganz ohne Referendum? Was soll ich meinem Volk sagen? Dass wir unsere Zukunft in der eu sehen? (ja … wir sehen uns prinzipiell und grundsätzlich aus vielerlei Gründen in dieser Gemeinschaft …) Die Serben werden „einmal nie“ auf diese Fragen antworten erhalten …

Nun – liebe Freunde – etwas zum Schmunzeln. Als ich das letzte Mal beim russ. Präsidenten Vladimir Putin zu Besuch war, war am selben Tag der dt. Vizekanzler Sigmar Gabriel (mein Freund) vor Ort. ALLE europ. und weltmedien trampelten auf mir herum. Mich kreuzigend schrieben sie: „Da ist er! Der „russ. Mann“ ist zu Putin gekommen!“ Jedoch; Sigmar Gabriel hat keiner auch nur mit einem Wort erwähnt …

Wie die alten Lateiner sagen würden: „Was Jupiter bzw. den Göttern geziemt, dass geziemt einem Ochsen nicht …“

Daher; eine Politik mit denselben Regeln und Maßstäben … auf diese haben wir Serben schon lange vergessen. Alles, was für alle anderen gilt, gilt für uns nicht. In diesem Sinne, werden wir auch in Zukunft europ. Prinzipien, Werte und Demokratie energisch verteidigen. Allerdings werden wir gleichzeitig unsere Unabhängigkeit verteidigen … die Unabhängigkeit bei der Entscheidungsfindung … auf die ich sehr stolz bin. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, allen Anwesenden mitzuteilen, dass es schwer und immer schwerer wird die Unabhängigkeit Serbiens bez. Entscheidungsfindung zu schützen.

Diesbez. habe ich auf die Verfassung geschworen und werde alles menschenmögliche geben, um diese Politik fortzusetzen. Jenen, die – jeden gottgegebenen Tag – auf den verschiedensten Gebieten auf Serbien Drück ausüben, sei gesagt: „Nehmt bitte einen Jahresurlaub!“ Sie sollten sich von dem „Druck ausüben“ etwas erholen, da ich nicht die Absicht haben, ihnen in nächster Zeit zuzuhören …

Sie sollten sich ein wenig mit „dem Bären vor ihrer Türe“ beschäftigen … und gleichzeitig Serbien ein wenig vergessen … das ist alles, was ich zu diesem Thema sagen kann …

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=8a7w5PL4Ozs

 Kommentar (25463) von Russophilus am 3. Oktober 2017 um 11:18

Mit Verlaub, aber mit spanien/Katalonia hat das praktisch nichts zu tun. Das wird lediglich als Bühne benutzt, um über Serbien zu sprechen.

Wenn ich von den Serben um Rat gefragt würde, so gäbe ich diesen: Ich verstehe euch. Allerdings wird es den meisten Menschen nur sauer aufstoßen, wenn die Serben unter allerlei Überschriften (wie z.B. hier unter dem Titel „Katalonien“) immer wieder und, so scheint es, fast nur über sich und ihre Situation sprechen.
Was fühlt da der Sohn einer katalonischen Frau, die zusammen geprügelt wurde? Vermutlich versteht er das als „Egal. Wen interessiert die zusammen geprügelte Katalonin? Wichtig ist Serbien!“

 Kommentar (25466) von sloga am 3. Oktober 2017 um 11:45

@ Russophilus

Mit Verlaub. Ich sehe das nicht ganz so. Es hat mit der aktuellen Situation in europa zu tun. Mit den Hebeln und deren Wirkungen, die in Naher Zukunft eine Rolle spielen könnten (was ich in einem zusätzlichen Kommentar näher erläutern wollte …).

Natürlich hat nicht Serbien die Kraft, hier etwas auszuhebeln; dafür Russland. Wir haben vor Ort – um es kurz zu fassen und nicht langweilig zu sein – ein Gebiet, welches ohne Referendum sich abgespalten hat (Kosovo) und gleichzeitig ein Gebiet, welches evtl. in Kürze ein Referendum bez. Abspaltung (die Republika Srpska in Bosnien) durchführen wird. Kurz gesagt: Für Putin sind „beide Karten im Spiel“ … ideale Bedingungen.

So gesehen, ist nicht Serbien wichtig, sondern die Konstellation und evtl. folgenden Schritte (Hebelansätze), die der Präsident – indirekt – teilweise durchblicken ließ (Zitat: „ich werde euch nicht mehr zuhören“ etc.).

 Kommentar (25468) von Russophilus am 3. Oktober 2017 um 11:54

Vermutlich hören und verstehen Serben und deutsche/Nicht-Serben das unterschiedlich. Möglich, dass die Serben damit, sich selbst nur als ein Beispiel betrachtend, sagen wollen, was Sie meinen und dass deutsche wiederum leicht das Gefühl haben können, die Serben sprächen bei allem bevorzugt über sich selbst.

Allerdings: Eine der feineren Ebenen der Kommunikation ist, dass zählt, was ankommt und nicht was gemeint war. So gesehen könnte es womöglich doch nützlich sein, meinen Einwurf zu bedenken, auch wenn man das Gefühl hat, unschuldig zu sein. Wie gesagt, es geht nicht um Schuld sondern darum wie Gesagtes ankommt.

Wie auch immer, seien Sie sicher, dass ich Verständnis und freundliche Gefühle für Serbien habe (wie man eigentlich schon manchesmal bemerkt haben sollte).

 Kommentar (25469) von sloga am 3. Oktober 2017 um 12:10

@ Russophilus

zum letzten Absatz: das steht für mich keinesfalls zur Diskussion (wäre es anders, wäre ich schon längst weg; ich habe keinen „Auftrag“ o. ä. Motive).

Zugegeben; wir sind schwierig. Aber hat der serb. Präsident nicht kritisiert, was mehr als 90% der Kommentare hier kritisieren (verzerrtes Medienbild; Verlogenheit der eu etc.)? Wie viele europ. Präsidenten kennen Sie, die og. Dinge aussprechen?

Nach den „Beistandsbekundungen“ für Spanien hat er laut und deutlich „TACKA“ (Punkt) gesagt, was soviel heißen soll, wie: Wie und was dabei passiert, lasse ich jetzt besser aus.

 Kommentar (25471) von firenzass am 3. Oktober 2017 um 12:18

Bleibt mir voellig raetselhaft, warum Sie sich so sehr in die hoechsgt zweifelhafte Causa der Katalanen reinhaengen?

 Kommentar (25514) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 1:45

Das ist weitaus weniger zweifelhaft als Ihre Unterstellung. Ich hänge mich *nicht* rein, ich habe mich weder für die Separation noch für den Verbleib ausgesprochen

 Kommentar (25477) von Katharina am 3. Oktober 2017 um 14:00

Als Deutsche bin ich immer noch betroffen, dass die deutsche Bundeswehr im Jahr 1999 Bomben auf Serbien / Belgrad geworfen hat und Serbien des Völkermords gegenüber Kosovo-Albanern bezichtigt wurde. Dieser verlogene Angriffskrieg auf Jugoslawien aus angeblich „humanitären Gründen“ und die ganzen damit verbundenen Lügen hat die Abspaltung des Kosovo mit ermöglicht.
Die „dankbaren“ Kosovo-Albaner haben dann gerne zugelassen, dass die USA dort ihr Camp Bondsteel errichten können, was vermutlich in einem serbischen Kosovo behindert worden wäre.

Insofern kann ich als Deutsche, deren Armee unschuldige Menschen in Serbien ermordet hat, sehr gut nachvollziehen, dass vielen Serben diese Situation wieder hochkommt, wenn sie sehen, wie die Abspaltung von Katalonien international behandelt wird. (Auch wenn die Umstände andere sind!)

 Kommentar (25518) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 1:56

Natürlich. Das verstehe auch ich sehr gut. Und sie haben *Recht*, die Serben, egal wie oft sie noch maulen, zürnen, anklagen, hinweisen. Sie haben Recht, weil „wir“ Unrecht haben, weil wir Mörderbanden losgeschickt und einen illegalen Krieg gegen Serbien geführt haben.

Nur: Das war nicht mein Punkt. Der war, sozusagen „Katalonien“ auf die Packung draufzuschreiben, aber doch wieder Serbien als Inhalt.

Und bedenken Sie bitte: Nicht Sie, nicht ich, sind der Maßstab für das, was heute „ein(e) deutsche(r)“ ist – die nämlich meinen nach wie vor, die gute nato habe uns damals vor bösen Serben beschützt und dort unterdrückten Völker die Freiheit gebracht.

 Kommentar (25479) von Радостин am 3. Oktober 2017 um 14:16

@Sloga: Wenn Vucic auf „armen gestoßenen Serben“ macht, dann läuft er doch in die selbe (falsche) Richtung wie Milosevic. Man soll nicht jammern und nicht drohen, sondern handeln. „Damals“ wäre es geboten gewesen ohne wenn und aber die Kraina zu schützen – militärisch. Dort, in der Kraina, saßen die Verwandten und wurden massakriert – viel mehr als im Kosovo. Aber Milosevic rechnete sich wohl aus, dass es wirtschaftlich besser liefe wenn man auf gutem Fuß mit Kroatien stünde (und also mit D und der „EU“). Und Vucic macht es nicht anders: Er hofft auf Anerkennung durch die „EU“, und hofft damit auf Leute die gelinde gesagt rassistische Ressentiments gegen orthodoxe Völker hegen.
Russland beschreitet seit dem Ende der UdSSR den Weg, dass keine Gebiete gewaltsam gehalten werden, deren Bevölkerung vom Glauben abgefallen ist. Ggf. werden kleine loyale Gebiete etabliert (Kaliningrad, Pridnjestr, Krim). Serbien beschreitet im Prinzip denselben Weg bezüglich des Kosovo. Kosovo sollte, vom Norden abgesehen, für Serbien nur noch das paar Eier sein, an dem es EU und Nato zieht, so dass der Preis für beide exorbitant wird (und Serbien sich als konservative Schutzmacht anbieten kann). Aber Emotionen sollte man nicht mehr dran hängen. Viel wichtiger ist die Respublika Srpska zu unterstützen und die Kraina wieder zu entwickeln – so dass dort in der Perspektive eine Union entstehen kann.

Die Analogie zu Katalunia ist eher Kroatien denn Kosovo. Im Grund genommen ist Barcelona ein Konkurrent Madrids (wie Zagreb zu Belgrad), und könnte locker einer iberischen Föderation vorsitzen. Spanien hat einen langen moralischen Niedergang hinter sich. Überdies empfängt man Almosen aus Brüssel. Keine Position der Stärke.

 Kommentar (25492) von The Reds am 3. Oktober 2017 um 17:46

@sloga
Ich ssehe das ganz wie Sie und verstehe die Reaktion unseres Dorfschulzen nicht.
Es geht um Prinzipien, um Recht, nicht um hingebogene heuchlerische Rechtfertigung, wenn Recht ignoriert wird oder wie es der serbische Präsident nennt, um „Situationen“ statt Recht. Recht muss situationsunabhängig für alle gleich gelten, andernfalls ist es kein Recht. Katalonien – Kosovo oder auch Kroatien etc. sind die besten Beispiele für westtypische Doppelstandards.

 Kommentar (25501) von Latino am 3. Oktober 2017 um 20:12

Hallo Sloga, es ist zwar weit weg vom Thema, aber ich habe eine besondere Verbundenheit mit Serbien, nicht nur aufgrund von Reisen dorthin (durch viele Teile vom wunderschönen Jugoslawien, zusammen mit einem dort Geborenen), sondern auch täglich durch meinen IMT-Traktor, gebaut in Belgrad und heute noch so gut wie damals.

 Kommentar (25470) von Azzurro am 3. Oktober 2017 um 12:12

Keine Ahnung Russophilus was Sie da reitet.

Diese romantischen Vorstellungen des Freiheitskampfes der geprügelten Katalonier – das ist doch alles nicht zu Ende gedacht..

Nein – Jene Katalonier – die in den letzte Dekaden von „IHRER“ katalonischen Regierung sehr fleißig mit Nordafrikanern verdünnt wurden, die mittlerweile eine hohe Arbeitslosigkeit aufweisen, sind doch nur der Maidan-analoge-Spielball. Da wird eine innere stolze Haltung unterwandert (kennen wir doch) und für ganz andere Interessen pervertiert und ausgenutzt. Das geht mittlerweile soweit dass zu Gewalt gegen Spanier in Katalonien/in Valencia dh. ganz anderen Regionalen Einheiten Spaniens aufgerufen(!) wird, dass sich der Mob auf der Strasse sammelt…

https://twitter.com/supourense/status/914860523652599809
Hoy en Valencia, un rebaño de pacifistas acosando a un matrimonio….sin comentarios
(Heute in Valencia, eine Herde von Pazifisten, die ein Ehepaar belästigen … Ohne Kommentare)

Der dt. Saker als Unterstützer einer quasi „Farbrevolution“, als indirekter Befürworter der Maidanidee von Kiew?
Hätt ich bis vor kurzem nie für möglich gehalten.

 Kommentar (25513) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 1:44

Ich habe doch nun mehrfach deutlich gesagt, dass ich für *keine* der beiden Seiten Partei ergreife, dass sie beide reichlich Dreck am Stecken haben. Aber *diesmal* ist eben die spanische Seite, die gewalttätig und brutal unterdrückt, der Böse, während das, was die Katalonier trieben durch ein höchstrangiges internationales Rechtsgut besichert war.

 Kommentar (25484) von Felix Klinkenberg am 3. Oktober 2017 um 15:56

Sehr geehrter sloga, Moment mal, man sollte schon einen Unterschied Entdecken können. Zwischen dem auf Militärischer Macht und dem Zusammenbomben Serbien, beruhenden Separieren, des Kosovo, um Camp Bondsteel, zur Versorgung, der Bürger Europas, mit DEM Wirtschaftsgut Afghanistans und dem auf der Selbstbestimmung aus dem Völkerrecht beruhenden Sezession der Katalonen, denen man Ja wohl kaum Zumuten kann, unter dem Regime, der von Franco eingesetzten Blau blütigen Faschisten und dem Nachfolger auf seinem Stuhl, in Francos Partei, weiter Unterdrückt zu werden. Wenn Völkerrecht, dann aber Universal, ansonsten gibt es KEIN Völkerrecht.

 Kommentar (25476) von Azzurro am 3. Oktober 2017 um 13:54

Hier gibt es noch eine Vorortinformation:

krank politikpest • vor 16 Stunden

„Habe heute morgen mit einem Spanier gesprochen. Sein Bruder lebt in Katalonien. Viele werden immer misstrauischer und verstehen die ganze Sache kaum.
Dort werden mittlerweile 2,5 Millionen Migranten alimentiert. Die sind ueberall auf dem Land verteilt, aber kaum in Barcelona.
Er meint es geht nicht um die Unabhaengigkeit der Katalanen, sondern um Krieg. Die Zustaende sind teilweise unertraeglich.
Also alles sehr merkwuerdig. Wenn sie jetzt noch den Generalstreik ausrufen, glaube ich dass es da richtig los geht.“

Kommentare zu:
http://www.epochtimes.de/politik/europa/tausende-menschen-protestieren-in-katalanischen-staedten-gegen-polizeigewalt-a2231231.html

Posting (hoffe es lässt sich öffnen..)
https://disqus.com/home/discussion/epochtimes-de/rund_15000_menschen_protestieren_in_katalanischen_stadten_gegen_polizeigewalt/#comment-3547154112

 Kommentar (25517) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 1:51

Sehen Sie, auch das findet Platz und Beachtung hier.

 Kommentar (25483) von diff am 3. Oktober 2017 um 15:28

„Russland schliesst die Möglichkeit eines Krieges mit der Nato nicht aus“

Link ist englisch

http://www.zerohedge.com/news/2017-10-03/russia-fears-potential-military-conflict-nato

 Kommentar (25523) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 4:06

a) typisches ami Geschwätz. Zitiert ja entsprechend auch bevorzugt ami „Militärs“.
b) Wie unerhört überraschend! Was bitte dachten die nato und msm Hampel denn, wofür das russische Militär trainiert? Für einen Back-Wettbewerb?
c) alleine schon der Titel ist ein ami-Blödianismus. Russland schließt gar nix aus.

(nicht persönlich nehmen; Sie verweisen ja nur. Und ja, zerohedge ist prinzipiell nicht schlecht, nur: Hauptsächlich auf amis ausgerichtet müssen die notwendig alles für Vollblöde schreiben)

 Kommentar (25538) von diff am 4. Oktober 2017 um 10:43

Nehme es nicht persönlich, alles gut.

Ich halte zerohedge, dafür dass es eine Ami-Seite ist, grds. für sehr gut. Sie folgen nicht dem üblichen Mainstream-Narrativ. Die bringen viele kritische Artikel, vor allem im Finanzbereich. Ich glaube, die sind von der Finanzierung her ziemlich unabhängig, weshalb sie kritischer berichten können. Die erreichen doch einige Leute, vor allem Amis, was ich gut finde.

 Kommentar (25493) von The Reds am 3. Oktober 2017 um 17:54

@sloga
und noch was im Zusammenhang Kosovo, Katalonien, Krim:

„„Ich beobachte und lese über das, was in Katalonien vor sich geht. Und gerade Europa muss uns über das Referendum auf der Krim und Menschenrechte belehren?“, schrieb Sacharowa auf ihrer Facebook-Seite.“

https://de.sputniknews.com/politik/20171003317704044-sacharowa-russland-katalonien-referendum-krim-europa/

https://de.sputniknews.com/politik/20171003317707806-katalonien-wird-nicht-nach-dem-kosovo-beispiel-unabhaengig/

 Kommentar (25526) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 4:26

Mehr noch: Offiziell haben die Russen geradezu halsstarrig die Linie eingehalten „Das ist eine innere Angelegenheit spaniens. Dazu äussern wir uns nicht“.

 Kommentar (25498) von Ekstroem am 3. Oktober 2017 um 19:50

Zur Las Vegas-Schießerei.
Auszüge aus der Meldung von Web.de Aktualisiert vom 03. Oktober 2017, 17:29 Uhr:

Sein Leben lang war Caleb Keeter nach eigener Auskunft ein Verfechter des US-Waffenrechts. Nun wurde der Country-Musiker Zeuge des Massenmords in Las Vegas – und hat seine Meinung offenbar geändert.
[…]
Caleb Keeter: „Ich lag falsch“
Zu einem Schlagwort in der Debatte ist das Second Amendment geworden – der zweite Zusatzartikel der US-Verfassung, der es verbietet, das Recht der Bürger auf Waffen einzuschränken.
„Ich bin mein ganzes Leben lang ein Befürworter des Second Amendment gewesen“, schrieb nun der Musiker Caleb Keeter auf Twitter. „Bis letzte Nacht. Ich kann nicht ausdrücken, wie falsch ich lag.“

Dazu passt diese Meldung:
Im Hotelzimmer, aus dem er auf die etwa 22.000 Feiernden schoss, fand die Polizei 23 Schusswaffen.

Das gleiche Muster:
NK und Iran will man die A-Bombe wegnehmen, den US-Bürgern ihre Waffen.

 Kommentar (25527) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 4:28

Erstaunlich übrigens auch, dass bei den derzeit anscheinend schicken Anschlägen bei Konzerten die stars immer heil davon kommen…

 Kommentar (25534) von Piscopo am 4. Oktober 2017 um 8:51

@Ekström

Ich denke, damit offenbart sich der Kern der Sache.
Ich theoretisiere auch mal in Richtung Verschwörung:
Durch diese uns von den „Eliten“ und deren Steigbügelhaltern verklickerte Version „Durchgeknallter Bürger sammelt und hortet Waffen, um ein massives Blutbad anzurichten – da müssen wir unbedingt was dagegen (> gegen Waffenbesitz) unternehmen, dass das nicht mehr vorkommt…“ wird das Dummvolk wieder einmal in die gewünschte Richtung ( = Entwaffnung, Verfassungsumbau >2nd Amendment) getrieben.

Ja, und toll, dass die Vorzeige-Rockstars das Ganze natürlich im Sinne des Systems unterstützen, das bringt Quote… und dann noch die Bilder der respektablen Angriffswaffen-Ansammlung am angeblichen Tatort, damit lässt sich schon einiges machen in einer Welt, die sich emotional von solchen Darstellungen ernährt.

 Kommentar (25536) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 9:07

Ich denke, dass das durchaus per se auch gewollt war, dass es aber zudem und vor allem eine Ablenkung vom anderen Umstand ist, dem nämlich, dass es ganz klar ein Gewaltakt gegen konservative amis war.

Und noch etwas spricht für diese Verknüpfung: Es gibt nur noch eine Angstszenario, nur noch einen wesentlichen Ausgang für die Konservativen, den des bewaffneten Aufstandes. Diese Möglichkeit um so ziemlich jeden Preis zu ersticken ist eine der höchsten Prioritäten der demokratten.
Und so ist es auch keineswegs Zufall, dass die elende clinton – noch während die Leichen und Verletzten eingesammelt wurden! – gleich twitternd Stimmung gegen die nra (Lobby für privaten Waffenbesitz) machte.

 Kommentar (25499) von helmutkönig am 3. Oktober 2017 um 19:56

Was alle diese furchtbar furchtbaren Terrorangriffe seit neinilewen betrifft: vor ein paar Tagen konnte alle Welt auf dem Bahnhof Berlin-Lichtrenberg beobachten, wie so was gemacht wird:

http://www.berliner-kurier.de/berlin/polizei-und-justiz/schuesse–lautes-schreien–panik-anti-terroruebung-am-bahnhof-lichtenberg-28478026

Es lagen da zahlreiche Tote und Schwerverletzte herum, einer Frau hingen die Gedärme aus dem Leib. Es war furchtbar furchtbar – auf dem Nachbarbahnsteig konnten alle alles mit ansehen

 Kommentar (25502) von Blueboy am 3. Oktober 2017 um 20:18

Ehrlich gesagt durchschaue ich das ganze Spiel dort in Spanien derzeit nicht. Ich kenne weder die agierenden spanischen Politiker, noch die katalanischen und ehrlich gesagt, ist es mir auch fast egal, wer sich da abspaltet (mal abgesehen von der spanischen Fussballiga, die ohne katalanische oder baskische Vereine (da ist es ja weitgehend ruhig, aufgrund weitgehender Autonomie) schon langweilig sein würde).

Aber wenn in der deutschen Zombiepresse eine gewisse Sympathie für die Katalanen durchdringt und man in Untertönen raushören kann „okay, das war jetzt eigentlich nicht legal, aber wie sollen die jetzt noch zusammen leben?! Lasst die mal gehen und schauen wir, dass wir uns alle unter dem Dach der EU wieder versammeln“, dann werde ich skeptisch.

 Kommentar (25505) von vidga am 3. Oktober 2017 um 21:26

@sloga
Ich schätze Ihre Kommentare zu Serbien.
Gerne mehr.

Meine Frage an Sie hochgeschätzter Sloga:
Inwieweit ist den aktuell serbischen agierenden Politikern zu trauen ?
Pro NATO ?
Ein Militärbündnis das Serbien völkerrechtswidrig mit Krieg überzogen hat. Und nun tritt Serbien der NATO bei ?
Wie sieht das die Bevölkerung und wie sehen Sie werter Sloga die aktuellen Politiker die Serbien vertreten ?

Und überhaupt die allgemeine Lage in Serbien gegenüber NATO , EU und den *Nachbarn* ?

Pro EU ?

Wahnsinnig spannend.
Serbien ist mE einer der Pfeiler des Balkans.
Ist Serbien stabil ist der *Balkan* stabil.

Diese ganzen *Hollywoodstaaten* rund um Serbien herum sind doch nur Proxys für die angeschlossenen DummMedien und deren wirre Propaganda.

 Kommentar (25532) von sloga am 4. Oktober 2017 um 8:23

@ vidga

Vorab möchte ich allen Kommentatoren für ihr Interesse danken (in welche Richtung ihre Sichtweisen auch immer gehen …). Um das Thema nicht (aktiv) ausufern zu lassen, werde ich (vorab) nur einen Kommentar schreiben (schließlich ist „man“ Gast und sollte sich anständig benehmen können).

Interessante Fragen, sehr geehrte(r) vidga (ich meine, „geehrte“ wäre richtig).

Für dt. Ohren/dt. Verständnis ist die serb. Herangehensweise vermutlich teilw. absolut unverständlich; ja sogar unvorstellbar (das meine ich keineswegs überheblich!). Anhand von zwei Beispielen werde ich versuchen, dies zu erläutern (Thema: „Vertrauen in agierende Politiker“).

1. Beispiel:

Serbien hat seit nicht allzu langer Zeit eine (man höre und staune!) lesbische Premierministerin. Jedem halbwegs denkenden Serben ist bewusst, dass sie den Posten auf Befehl des wertewestens erhalten hat (sie kommt aus einer Minderheit = Mädchen in der serb. Politik und dann noch einmal aus einer Minderheit = Lesben unter den serb. Mädchen; ähnlich einem Lotto-Gewinn). Sie wird offiziell – für serb. Verhältnisse – relativ wenig angefeindet (hin und wieder bei Debatten im Parlament als „Kroatenlesbe“ (scheint kroat. Wurzeln zu haben) bezeichnet; aber nichts Schlimmeres).

Wie löste Vucic (vermutlich auf anraten der Russen) die Situation? Er gab ihr den Posten, schränkte ihn jedoch ein, in dem er dem Vizepremier (dem erfahrenen Dacic) unabhängige Verfügungsgewalt über die Außenpolitik gab, da Ana Brnabic noch keine Erfahrung in der Politik hätte und ihr der Vizepremier „unter die Arme greifen solle“. Somit waren/sind die beiden wichtigsten Ministerien (Militär = Präsidentenangelegenheit und Diplomatie) vom Premier abgekoppelt (im Grunde tut mir das Mädchen leid …).

2. Beispiel:

90er – Milosevic-Zeit. Der radikale Seselj wird in den 90ern mehrfach (!) vom Milosevic ins Gefängnis gesteckt, um am Ende eine Koalition mit ihm einzugehen. Wie das geht? Nun, aus Sicht von Milosevic ist es noch halbwegs verständlich (Trieb zum Machterhalt). Aber was ist bei Seselj? Ihm ging/geht es an erster Stelle um das Wohl des serb. Volkes (siehe auch mehr als 12 Jahre Haager-Kerker). Grob „herunter gebrochen“: Er stellte die „raison d´état“ vor sein Ego. Wie viele ähnliche Beispiele können Sie mir aus der (neueren) Geschichte nennen? Viele werden es vermutlich nicht sein …

Was viele vermutlich nicht wissen: Als der „Diktator“ Milosevic mit den Radikalen in Koalition ging, wurde der heutige Präsident (Vucic) nichts mehr und nichts weniger als der PROPAGANDAminister …

Um den Kreis zu schließen (und wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen!): Ich meine, dass die Serben anfänglich gekämpft und auf internationales Recht gepocht haben. Als sie sahen, dass sie untergehen würden (kein Freund/Verbündeter weit und breit), sich „tot gestellt“ und gleichzeitig auf bessere Zeiten gewartet haben, wobei das Referendum in Katalonien den lang ersehnte Wendepunkt darstellen könnte.

Dabei geht es in zweiter Linie um Serbien; eigentlich geht es um das GEWISSEN der internationalen Gemeinschaft und – last but not least – um das Internationale Recht per se.

Ich haben fertig …

 Kommentar (25506) von vidga am 3. Oktober 2017 um 21:52

Vielleicht kandidiert Hillary Clinton in Bulgarien.
Dazu als Aussenminister ein Sakaschwili.
Und ein Herr und von Guttenberg als Innenminister.

E-Mobile mit maximal 200km Reichweite. Damit auch kein Bulgare vor was auch immer flüchten kann.

Coca Cola das das bulgarische Wasser in Flaschen verfüllt.
Monsanto das die Landwirtschaft verwaltet.
McKinsey welches unsere Bundeswehr verwaltet.

Genderisierte Vorzeigefrauen welche die allseits erprobten europäischen Sozialsysteme sprengen.
Eine Frau von der Leyen/ Hillary Clinton predigt Krieg und ist damit jeweils entrückt glücklich.

Eine entrückte Kanzlerin gefürwortet Sanktionen gegen unseren natürlichen Freundesstaat Russland.
Politik gegen die UrInteressen des deutschen Volkes !

Es ist bizarr, welch Politik sich die abgehobene und entrückte deutsche Politelite erlaubt.

 Kommentar (25509) von Axels Meinung am 3. Oktober 2017 um 22:45

An alle,
das, was da in spanien/katalonien abgeht, dürfte uns in diesem nicht mehr unseren Land so ähnlich auch blühen – man beachte nur mal die ansage von steynmeyer zum Tage der „Einheit“, die Hadmut Danisch auf seinem blog mMn vortrefflich auseinander nimmt: „Ein Bundespräsident, der für Demokratie wirbt und eintritt, hätte das Gegenteil dessen gesagt. Nämlich dass die Politik auf das Volk zu hören hat und nicht umgekehrt.
Ich halte Frank-Walter Steinmeier deshalb als Bundespräsident und Repräsentant unseres Staates für nicht befähigt und für charakterlich nicht geeignet. “ Weiterlesen: http://www.danisch.de/blog/2017/10/03/bundesblender-steinmeier/#more-19731 – ich schließe mich da Herrn Danisch an …

 Kommentar (25510) von Yorck am 3. Oktober 2017 um 23:31

…liebe Kameraden und Genossen, ….. was haben wir Neues aus Syrien…..

…..zum Ersten mal wieder ein kurzer Bericht aus dem „BOMBODROM IDLIB“…..

„Syrische und Russische Flugzeube bombardieren die von Rebellen besetzte Luftwaffenbasis im Osten von Idlib“… …al Kaida…. AMIS, müssen die Fresse halten….???

https://muraselon.com/en/2017/10/syrian-russian-jets-pummel-rebel-held-airbase-eastern-idlib/

….dasselbe, geschieht in der Nähe der Golan-Höhen…..

„Syrische Hubschrauber bekämpfen Rebellen in der Nähe von Golan-Höhen“…..

https://muraselon.com/en/2017/10/syrian-helicopters-pound-rebels-near-golan-heights-pictures/

….die letzte Isis-Enklave in Mittelsyrien, wird vernichtet…… gespalten seit Gestern in 2 Teile……. Ölfeld zurückerobert…. schätze, noch Eine WOCHE…..

https://muraselon.com/en/2017/10/homs-map-update-exclusive-syrian-army-seizes-key-oil-field-central-syria/

……zum Euphrat……. wie Südfront schreibt, es wird in 3 Stosskeilen dem Euphrat hinabmarschiert und der ganze VSA-ISIS-ZIONISTEN-STAAT, ausgelöscht……bis zur irakischen Grenze……. die vsa-Amis waren ja so freundlich ihre intakten Kampfverbände der ISIS…. nach Syrien zu schicken, zu ihrer Letzten Offensive und wurden von der Russischen Luftwaffe vernichtet….. jetzt, haben sie nur noch zerstreute Haufen, rummirrend in der Syrischen Wüste, Tag und Nacht von der Russischen Luftwaffe bekämpft…..

„Syrischen Armee marschiert Gegen Mayadin an beiden Ufern des Euphrat (Karte)“

https://southfront.org/syrian-army-pushing-towards-mayadin-on-both-banks-of-euphrates-map/?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

…..möchte noch ein Bemerkelein aus historischer Sicht, hinzufügen…… warum 3 Stosskeile…. ???

….die Idee kam von unserem Grossen Preussischen General der Infanterie, Helmuth von Moltke…… unsere Syrischen Kameraden unter Suhail al Hassan, haben sie aufgegriffen…

….er hatte diese Idee im Deutschen Einigungskrieg anno 1866….

……hier die Schlacht bei Königgrätz….. 3. Juli 1866…..
https://www.deutsche-schutzgebiete.de/deutscher_krieg_schlacht_bei_koeniggraetz.htm

….3 Preussische Armeen, marschierten konzentrisch nach Königgrätz und vernichteten, die Österreichische Nordarmee…….

…die Erste Armee unter Prinz Friedrich Carl von Preußen (1. preußische Armee)…..
…die Zweite Armee unter Kronprinz Friedrich in Schlesien (….Blumenthal, wie später erläutert wird…)
….die Dritte Armee, auch als Elbarmee bezeichnet, unter General Herwarth von Bittenfeld….

….deswegen wurde diese Taktik, auch anno 1870, gegen Macron….. dem damaligen Franzosenkaiser….. angewandt…. ?????

…die Erste Armee unter dem Befehl von General Steimetz….
…die Zweite Armee unter Befehl von Prinzen Friedrich Karl von Preußen…..
…die Dritte Armee, unter dem Befehl Kronprinzen Friedrich von Preußen, (eigentlich General Leonhard von Blumenthal…..

https://de.wikipedia.org/wiki/Leonhard_von_Blumenthal

….denke, mit diesem Vorstoss der TIGER-Verbände, parallel am Euphrat entlang, sowie den Letzten Kämpfen in der Wüste , südöstl von Palmyra, wird es kein Staatsgebiet, des vsa-isis-zionisten-Gebildes, ausser Restinseln, in Syrien mehr geben……

…..aha, deswegen springt der Zionisten-Kaspar aus Israel, im Kreis herum…..

„Israels Verteidigungsminister gibt Assads Sieg im Syrien-Krieg zu“……

https://de.sputniknews.com/politik/20171003317708739-israel-liberman-assad-syrien-sieg/

….das Reich der Auserwählten, kann noch nicht mal ihre Kolonie, vsa mehr schützen…..

….die Zionisten, können es nicht fassen, dass sie weltweit in der Devensive sind und ihr REICH zerfallen wird…..

….in vsa, erfreuliche Vorgänge, weiter so und in den Gesamten Kolonialstaaten der äh-uh……

Gruß Yorck, Fränzelsmühle

 Kommentar (25519) von Jule am 4. Oktober 2017 um 2:01

„Nicht „all die Kleinen als Herde und Beutepfründe der Großen“ sondern „das Große als organische, gesunde Gebilde, geformt aus den Kleineren“.

Damit wurde von @ Russophilus ein – natürlicher (!) – PUNKT aufgezeigt/ gesetzt !

Aber Leutz … die Schachspiel mit Pokern gleichsetzen möchten ist das – offensichtlich – nicht klar/bewusst.

Und ob ein Soros hinter dem “ Katalanischen Frühling“ steckt ist letztendlich (!) unerheblich.
„Diese „EU“ “ wird gerade zerlegt (!) – von Kräften die schon – unverblümt (!) nicht zum ersten Mal … aufsteigende Konkurrenz nicht dulden !
Nun haben sich Gegenkräfte (!) aufgebaut – und das – neuzeitliche …‘ Imperium ‚ sieht sich der Realität gegenüber.
Und es schlägt um sich …

Was das für D und diese „EU“ an Folgen nach sich ziehen wird ( nicht könnte ) haben zwei WKs bereits gezeigt.

.

 Kommentar (25530) von Russophilus am 4. Oktober 2017 um 5:59

=== Update zu las vegas ===

Es gibt mittlerweile Augenzeugen, die von mehreren Schützen berichten. Dies wird auch durch Audio- und Videomaterial, das inzwischen auftauchte bestätigt.

 Kommentar (25535) von Piscopo am 4. Oktober 2017 um 9:06

Meldungen dieser Art dürften der Faktenlage ziemlich nahe kommen.
Ich habe geradezu auf sie gewartet.
Es war ja schon gestern in mehreren Netzwerken erfahrbar, dass es technisch unmöglich für EINEN nicht mehr ganz jungen Mann (pensionierter Buchhalter) war, diese Menge von ziemlich schwerem Waffengerät in ein Hotelzimmer zu bringen etc. – Widersprüche ohne Ende…
Irgendwie macht es einen sprachlos, was für Schwachsinn man heutzutage das Publikum an der Nase herumführen kann.

 Kommentar (25540) von diff am 4. Oktober 2017 um 10:52

Auch der fleissige Freeman berichtet darüber und hat auch entsprechende Videos verlinkt:

„Was sie uns über Las Vegas erzählen, ist eine Lüge“

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2017/10/was-sie-uns-uber-las-vegas-erzahlen-ist.html